Eine Rolltreppe fuhr plötzlich rückwärts, eine Frau stürzte.
Auch Flughafen Köln/Bonn betroffenRolltreppen-Chaos an Bahnhöfen – plötzlich fuhr eine rückwärts

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Absperrungen an Rolltreppen am Hauptbahnhof Berlin. Hier soll eine Frau zu Fall gekommen sein, als eine Rolltreppe plötzlich rückwärts fuhr.
Seit Tagen herrscht an zahlreichen Rolltreppen großer Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen und bundesweit Stillstand. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn teilte mit, dass rund 130 Rolltreppen außer Betrieb genommen werden mussten. Das Unternehmen arbeite an einer Wiederinbetriebnahme, während die Sicherheitsüberprüfungen laufen.
Auch in NRW waren laut den Angaben mehrere Bahnhöfe betroffen, darunter Rolltreppen am Bahnhof des Flughafens Köln/Bonn. Die Bahn hat angekündigt, die Prüfungen und Reparaturen fortzuführen. Bundesweit soll der Betrieb nach Abschluss der Arbeiten wieder schrittweise anlaufen.
Gefährlicher Vorfall: Rolltreppe fährt plötzlich rückwärts
Grund für die temporäre Stilllegung sind demnach Schwierigkeiten bei einem bestimmten Rolltreppen-Typ, der in vielen deutschen Bahnhöfen verbaut ist. Zwei Treppen dieses Modells seien mitten im Betrieb abrupt stehen geblieben, hieß es. Auch andere Rolltreppen des gleichen Typs werden nun auf „mögliche Defekte im Getriebe“ überprüft.
Die Mängel sind bereits am Sonntag (15. Februar) erstmalig aufgetreten. Nach Angaben der Bundespolizei Berlin soll eine Rolltreppe in einem Fall nicht nur angehalten, sondern auch unerwartet rückwärtsgefahren sein.
Ein solcher Fall soll sich am Berliner Hauptbahnhof ereignet haben. Als eine Rolltreppe plötzlich rückwärts fuhr, sei eine Frau darauf gestürzt und habe sich verletzt, so die Bundespolizei. Der Deutschen Bahn war dieser Vorfall bisher nicht bekannt.
„Dass so viele Rolltreppen außer Betrieb genommen werden müssen, ist natürlich gerade für mobilitätseingeschränkte Menschen sehr ärgerlich und der Unmut verständlich“, erklärte ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) gegenüber der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).
Bahn arbeitet mit Hersteller an Wiederinbetriebnahme
Die Bahn habe dem Ministerium zugesichert, dass sie aufgrund eines Defekts, der sich in einem abrupten Stopp äußerte, aus Vorsichtsgründen zu diesem Schritt gezwungen war, „und jetzt zusammen mit dem Hersteller mit Hochdruck an der Wiederinbetriebnahme gearbeitet wird“, ergänzte der Sprecher.
Am Samstag (21. Februar) sind die ersten Rolltreppen am Hauptbahnhof in Berlin wieder in Betrieb gegangen. An der Freigabe an anderen Bahnhöfen in Deutschland wird weiter mit Hochdruck gearbeitet. Zusätzliche Mitarbeitende unterstützen Reisende in den betroffenen Bahnhöfen. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste können weiterhin die Aufzüge nutzen, hieß es – diese sollten für Betroffene freigehalten werden. (red)
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