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Wo nur die Tiere planschenWarum an der Dhünn-Talsperre das Baden streng verboten ist

Blick auf den Staudamm der Großen Dhünn-Talsperre

Copyright: Bernd F. Meier/dpa-tmn

Wandern erlaubt, baden verboten: Eingebettet zwischen Wiesen und Wäldern liegt die Große Dhünn-Talsperre.

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Ein Wasser-Paradies bei Köln, in dem nur Tiere baden.

Der Weg zum Aussichtspunkt bei Mittelberg hat es in sich, da kommt man ordentlich ins Keuchen. „Nur ein paar hundert Meter noch, dann haben wir es geschafft“, feuert Karin Wedde-Mühlhausen die Truppe an. Oben angekommen ist die Plackerei sofort vergessen: Ein gewaltiger See erstreckt sich vor ihnen, kilometerweit, mit Armen, die sich wie Fjorde in die Hügellandschaft des Bergischen Landes graben.

Die Natur-Expertin führt ihre Gäste an der Großen Dhünn-Talsperre entlang, dem zweitgrößten Reservoir für Trinkwasser in Deutschland. Mit unglaublichen 81 Millionen Kubikmetern Wasser und einer Oberfläche von 4,4 Quadratkilometern ruht dieser Riese direkt vor Kölns Haustür, eingebettet zwischen Wermelskirchen und Kürten. Einzig die Rappbodetalsperre im Harz fasst noch mehr.

Damm an der Großen Dhünn-Talsperre

Copyright: Bernd F. Meier/dpa-tmn

Offen für Besucher: Damm an der Großen Dhünn-Talsperre.

Das Wasser-Wunderland direkt vor unserer Tür

Das Bergische Land ist ein echtes Wasser-Paradies. „Europaweit gibt es keine vergleichbare Region mit derart vielen Stauseen auf engem Raum“, wirbt die Tourismus-Seite „bergische-wasserwelt.de“. Mehr als 20 Talsperren formen hier die Gegend. Aber wieso ausgerechnet hier?

Karin Wedde-Mühlhausen, die früher als Biologin beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) tätig war, hat die Antwort: Nordwestliche Winde schieben Regenwolken vom Nachbarland herüber, die an den Hügeln hängen bleiben. „Diese Wolken entladen ihre Wasserlast in der Gegend zwischen Bergisch Gladbach, Wuppertal, Remscheid, Hückeswagen und Wipperfürth.“ Ein richtiges Regenloch – und damit die ideale Grundlage für die Wassersammlung.

Talsperren im Bergischen

Copyright: dpa-infografik/dpa-tmn

Das Bergische Land bei Köln gilt als Europas Sperrmauer-Region Nummer eins.

Zutritt streng verboten! Dieser Schatz ist unser Trinkwasser

Während ihr an anderen Orten wie der Bever- oder Wupper-Talsperre baden und segeln könnt, heißt es an der Großen Dhünn-Talsperre: Wassersport ist tabu! Denn hier wird unser Trinkwasser gespeichert. Am Ufer entlang machen Schilder unmissverständlich klar: „Wasserschutzzone 1. Betreten verboten!“ Ein 100 Meter breiter Streifen schützt das wertvolle Nass.

Für den Bau des gewaltigen Sees, der 1988 seinen Betrieb aufnahm, mussten Menschen ihre Heimat aufgeben. „Einzelne Bauernhöfe, kleine Hofschaften und Wassermühlen wurden aufgegeben. Die Bewohner mussten ihre Heimat verlassen, wurden umgesiedelt“, berichtet die Natur-Expertin. Ein hoher Preis, um die Versorgung der ganzen Gegend zu sichern.

Die Sonne geht hinter der Großen Dhünn-Talsperre unter

Copyright: Marcel Kusch/dpa/dpa-tmn

Wasser gestaut, in Abendlicht getaucht: Sonnenuntergang an der Großen Dhünn-Talsperre.

Wo Rehe und Wildschweine eine Runde schwimmen

Die strengen Vorschriften haben einen unerwarteten Pluspunkt. Während sich im Sommer an der nahen Bever-Talsperre Tausende Sonnenhungrige drängeln, genießt man an der Großen Dhünn-Talsperre eine fast schon magische Stille. Hier gehen nur die Tiere baden. Wer genau hinschaut und ein wenig Glück mitbringt, erlebt einen echten Gänsehaut-Moment: Manchmal kann man Rehe und sogar Wildschweine dabei beobachten, wie sie durch eine der ruhigen Buchten kraulen.

Auch Vogelliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Mehr als 80 Arten nisten hier, darunter auch seltene Vögel wie der schüchterne Schwarzstorch oder der farbenprächtige Eisvogel. Der Wald rund um den See befindet sich ebenfalls im Wandel: Fichten, die dem Borkenkäfer zum Opfer fielen, weichen neuen Eichen, Linden und Walnussbäumen.

Badende an der Bever-Talsperre

Copyright: Henning Kaiser/dpa/dpa-tmn

Baden in der aufgestauten Bever: Der See hinter der Bever-Talsperre ist bei Wassersportler beliebt.

Für Wander-Fans ist die Region ein echtes Paradies. Wer den kompletten See umrunden möchte, muss eine Marathon-Distanz von 42 Kilometern bewältigen. Es gibt aber auch etliche kürzere Rundstrecken, die an zehn Wanderparkplätzen beginnen. Nur der 400 Meter lange Hauptdamm sowie die Dämme der Vorsperren sind für Besucherinnen und Besucher zugänglich. (dpa/red)

Staumauer der Neye-Talsperre

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Drei-Stunden-Tour: Ein elf Kilometer langer Rundweg führt auch über die Neye-Talsperre.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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