Eine Bootsfahrt endet in einer Katastrophe: Der Gatte der italienischen Familienministerin geht in einem See unter und bleibt verschwunden.
Drama im BadeseeEhemann von Ministerin springt ins Wasser und verschwindet

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Italiens Familienministerin Eugenia Maria Roccella (Archvibild).
Für Familienministerin Eugenia Maria Roccella wurde eine eigentlich lockere Bootstour am Lago di Vico in der italienischen Gegend Latium zu einem furchtbaren Drama. Am Samstagnachmittag (27. Juni) sprang ihr Gatte Luigi Cavallari von einem geliehenen Boot ins Wasser, um sich bei der sommerlichen Hitze eine schnelle Erfrischung zu gönnen.
Obwohl der 84-Jährige kurz wieder auftauchte und mitteilen konnte, dass er sich unwohl fühle, schaffte er es nicht zurück zum Boot. Die Ministerin versuchte noch panisch, nach ihrem Mann zu fassen, doch das Wasserfahrzeug war nicht geankert und driftete ab. Machtlos musste sie zusehen, wie ihr Gatte in der Tiefe des Gewässers verschwand, woraufhin sie umgehend die Rettungskräfte alarmierte. Das berichtet „La Republicca“.
Riesige Suchaktion mit Tauchern und Drohnen
Eine massive Suchoperation ist seit dem Vorfall im Gange. Ein riesiges Kontingent aus Feuerwehr, Carabinieri und Guardia di Finanza ist auf der Suche nach dem verschwundenen Mann. Eingesetzt werden dabei Taucher, Sonargeräte, Unterwasserroboter, Drohnen sowie ein Helikopter. Von Luigi Cavallari gibt es auch zwei Tage nach dem Start der Suchmaßnahmen kein Lebenszeichen. Inzwischen bewerten die italienischen Behörden die Chance, ihn lebendig zu bergen, als extrem niedrig.
Für die Rettungsmannschaften sind die Umstände katastrophal. „Die Sicht ist extrem schlecht, fast gleich null, selbst in geringen Tiefen, und die Temperaturen werden mit zunehmender Tiefe unerträglich“, erklärte Andrea Caputo, der stellvertretende Präfekt von Viterbo, gegenüber „La Repubblica“. Die Helfer vermuten, Cavallari könnte einen Kälteschock erlitten haben, weil das Seewasser selbst im Sommer außergewöhnlich kühl ist. Danach sei es möglich, dass Strömungen ihn mitgerissen haben.
Üble Kommentare im Internet
Während die Angehörigen um Luigi Cavallari zittern, häufen sich in den sozialen Medien gehässige Bemerkungen. Einige User machen sich über das Ausmaß der Suche lustig, da es sich bei dem Vermissten um den Gatten einer Ministerin handelt. Sie stellen die Behauptung auf, dass für „normale Menschen“ nicht ein solcher Aufwand betrieben würde.
Diese feindseligen Äußerungen wurden von Ignazio La Russa, dem Präsidenten des italienischen Senats, scharf kritisiert. (red)
