Nach einer Häufung von Brechdurchfällen im Münsterland rückte ein Naturbad als mögliche Ursache in den Fokus. Bei einzelnen Kindern wurde nun das Norovirus festgestellt. Doch kam es über das Wasser?
Naturbad in NRW geschlossenNoroviren-Verdacht: Rund 50 Kinder mit Brechdurchfall

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Nach einer Häufung von Brechdurchfällen im Münsterland rückte ein Naturbad in den Fokus (Symbolbild).
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Nach der Häufung von Magen-Darm-Infekten bei Kindern nach einem Besuch im Naturbad im Kreis Warendorf gibt es Hinweise auf Noroviren. Die Klinik habe dem Kreisgesundheitsamt mitgeteilt, dass bei einzelnen der erkrankten Kinder das Norovirus festgestellt worden sei, sagte ein Sprecher des Kreises. Es handele sich aber nur um eine geringe Zahl vorliegender Proben und Befunde.
Das Ergebnis der Wasserprobe aus dem weiterhin geschlossenen Naturbad in Ennigerloh stehe weiterhin aus. „Es ist damit weiterhin unklar, ob die Erkrankungen mit dem Besuch im Naturbad in Zusammenhang stehen“, so der Sprecher.
Rund 50 Kinder mit Brechdurchfall
Noroviren sind eine der häufigsten Ursachen für akute Magen-Darm-Infektionen. Sie sind hochansteckend und verbreiten sich rasend schnell. Die Viren können von Mensch zu Mensch oder etwa durch verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.
Seit dem Wochenende waren in der Kinderklinik in Ahlen rund 50 Kinder mit teilweise heftigem Brechdurchfall behandelt worden, sechs davon auch stationär. Das daraufhin eingeschaltete Gesundheitsamt vermutete daraufhin einen Zusammenhang mit vorangegangenen Besuchen des Naturfreibades in Ennigerloh.
Zum Schutz der Besucher hatte die Stadt das Bad vorsorglich geschlossen. Es soll abgewartet werden, bis die Wasserproben im Labor analysiert wurden. Laut der Zeitung „die Glocke“ wird im Bad aktuell eine Grundreinigung durchgeführt, wie sie sonst zu Beginn jeder Freibadsaison erfolgt. (dpa)
