Ein 250-Kilo-Blindgänger wurde im Rhein bei Bornheim-Hersel entdeckt. Auch der Rhein musste gesperrt werden.
Rhein bei Bornheim gesperrtAngler entdeckt Blindgänger – Sprengung erfolgt

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Ein Blindgänger wurde von einem Angler im Rhein bei Bornheim-Hersel entdeckt (Symbolfoto).
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Großeinsatz in Bornheim-Hersel: Im Rhein wurde ein 250-Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Nach einer Bewertung der Lage stand fest: Die Bombe musste noch am Samstag (26. September) kontrolliert gesprengt werden.
Jetzt gibt es Entwarnung: Die Sprengung ist erfolgt. Die Sperrungen werden nun aufgehoben und die Menschen können zurück in ihre Wohnungen, Häuser oder aufs Hausboot.
Nach Bombenfund: Sprengung am Rheinufer
„Inzwischen ist die Bombe aus dem Rhein geborgen worden“, hatte Simon Lanzerath, stellvertretender Sprecher der Bornheimer Feuerwehr, um 17.40 Uhr gegenüber EXPRESS.de erklärt. Dies erfolgte mit einem Bagger. Kurz darauf wurde im Bereich des Auenwegs die Sprengung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst durchgeführt.
Der Rhein wurde in dem Bereich gesperrt. Die Mondorfer Fähre war aber nicht betroffen.
Laut Vize-Sprecher Lanzerath wurde der Blindgänger aufgrund des derzeitig herrschenden Niedrigwassers von einem Angler entdeckt. Bei der Bombe handelte es sich um einen Blindgänger deutscher Bauart mit zwei Zündern.
Nach der Alarmierung liefen sofort die erforderlichen Maßnahmen an. Für die Sprengung wurde ein Evakuierungsradius von 400 Metern um die Fundstelle eingerichtet. Von den Evakuierungsmaßnahmen waren etwa 500 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen.
Folgende Bereiche mussten geräumt werden:
- Ruhrstraße 1 bis 27
- Oderstraße 2 bis 14a
- gesamte Donaustraße
- Lechstraße 3 bis 15
- gesamter Bayerhof
- die Häuser mit ungerader Hausnummer in der Bayerstraße 29 bis 45 sowie die Hausnummern 61 und 63
- die Hausboote am Herseler Werth
Das Ordnungsamt führte Klingeldurchgänge durchgeführt und informiert die Anwohnerinnen und Anwohner zusätzlich mit Lautsprecherdurchsagen.
In der Herseler Rheinhalle wurde eine Anlaufstelle eingerichtet. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereitete sich nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen auf die Sprengung des 250-Kilogramm-Blindgängers vor. Jetzt Aufatmen: alles lief glatt.
Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bornheim, des Ordnungsamtes und der Polizei an der Maßnahme beteiligt. Zusätzlich unterstützte das Deutsche Rote Kreuz, die DLRG, die Wasserschutzpolizei sowie Kräfte des Ordnungsamtes der Gemeinde Alfter den Einsatz. (iri)
