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Nahe an Minus-Rekord von 2018Rhein-Pegel in Köln mehr als halbiert

Spaziergänger gehen am Rheinufer in Köln entlang. Im Hintergrund fährt ein Binnenschiff.

Copyright: Oliver Berg/dpa

Der Kölner Pegel ist wieder deutlich gefallen, lag am Dienstag (3. November 2026) bei knapp 72 Zentimetern (Symbolfoto vom Kölner Rheinufer Ende September 2026).

Trotz Regens führt der Rhein in Köln sehr wenig Wasser. Der Pegel ist nicht mehr weit vom Tiefstwert von 2018 entfernt.

Fast schon Rekord-Niedrigwasser: Der Rhein in Köln führt gerade wieder beinahe rekordverdächtig wenig Wasser. Verglichen mit dem Wert vor einer Woche, am 27. Oktober, hat sich der Pegel inzwischen mehr als halbiert. Damit wäre fast der Rekord von 2018 gebrochen worden. Damals stand der Wert bei historischen 69 Zentimetern.

Nur noch knapp 72 Zentimeter – so viel zeigte der Rhein am 3. November. Das geht aus dem Infoportal der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervor. Und es soll noch weiter runtergehen: Am 4. November soll der Pegel auf bis zu 70 Zentimeter fallen. In den Tagen danach soll das Wasser dann langsam wieder steigen, auf 73 Zentimeter.

Kölner Niedrigwasser-Rekord liegt erst kurz zurück

40 Zentimeter – bei diesem Wert liegt der aktuelle Negativrekord. Aufgestellt wurde er am 28. September 2026, einem Montag. Vor sieben Tagen stand der Pegel immerhin wieder bei knapp 154 Zentimetern. Heißt: Innerhalb von sieben Tagen hat sich der Wasserstand mehr als halbiert. Er liegt damit deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser (MNW) von 114 Zentimetern.

Für die Schifffahrt wird es bei so niedrigen Wasserständen schwierig. Denn die Fahrinnentiefe wird dadurch geringer. Damit noch ausreichend Tiefgangsreserve bleibt, müssen die Schiffe ihre Ladung reduzieren.

Welche erheblichen Folgen das haben kann, hat der Sommer 2026 gezeigt. Frachtschiffe konnten nicht mehr vollständig beladen werden. Der Gütertransport wurde schwieriger, die Kosten stiegen.

Auch Ausflügler bekamen das zu spüren. Die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt (KD) strich zahlreiche Fahrten – unter anderem zwischen Köln, Bonn, Koblenz und Rüdesheim. Und die Fähre zwischen Köln-Weiß und Zündorf musste im August zeitweise ihren Betrieb einstellen.

Sogar auf den Straßen machte sich das bemerkbar: Nordrhein-Westfalen setzte das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen vorübergehend bis Ende Oktober aus. Der Grund: Über den Rhein konnten weniger Güter transportiert werden. Auf der Straße sollten so zusätzliche Transportkapazitäten entstehen. (red)