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Vor den Toren KölnsRentner will Pool mit Chlorbleiche reinigen, dann kommt es zum Unglück

Innenansicht eines Swimming-Pools

Symbolfoto eines Swimmingpools, aufgenommen 2017 in Hamburg.

Da ist sprichwörtlich etwas kräftig aus dem Ruder gelaufen: Bei einem Unfall bei einer Wartung des eigenen Swimming-Pools wurde ein Senior in Bergisch Gladbach schwer verletzt.

Alles hörte sich erst einmal an wie ein kleines Malheur: Wie die Feuerwehr Bergisch Gladbach mittelt, klingelte es am Montag gegen 14.45 Uhr am Telefon der Leitstelle. „Der Anrufer gab an, dass er im Keller etwas Chlorbleichlauge verschüttet hätte und stellte die Frage, wie er diese nun beseitigen könne“, so die Feuerwehr.

Der Einsatzführungsdienst wurde etwas stutzig und fragte nach dem Gesundheitszustand des Mannes. Er gab dann an, ein leichtes Kratzen im Hals zu verspüren. Die Feuerwehr reagierte prompt: „Dem Anrufer wurde mitgeteilt, dass er aufgrund der drohenden Gefahr durch das Chlor umgehend die Kellertüre schließen, die Haustüre öffnen und sich selbst ins Freie begeben solle. Dem Anrufer wurde weiter mitgeteilt, dass sich die Feuerwehr zu ihm auf den Weg machen wird.“

Bergisch Gladbach: Pool-Wartung lief vollends aus dem Ruder

Das war auch bitter nötig, denn beim Eintreffen im Ortsteil Herrenstrunden fanden die Rettungsgeräte den Mann mit Vergiftungserscheinungen vor seinem Haus an. Ein Notarzt kümmerte sich um den Hausbesitzer.

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Damit war die Arbeit der Feuerwehr aber noch lange nicht vorbei: „Die Erkundung durch den Einsatzleiter ergab, dass der Bewohner bei Wartungsarbeiten an der Filteranlage des hauseigenen Pools rund 200 ml Chlorbleichlauge im Keller verschüttet hatte. Der beißende Chlorgeruch hatte sich bereits im gesamten Gebäude ausgebreitet. Der Bewohner des Hauses wurde schwer verletzt in ein örtliches Krankenhaus verbracht.“

Bergisch Gladbach: Chlor für Pool lief aus – Großeinsatz der Feuerwehr

Und weiter: „Um die ausgelaufene Chlorbleichlauge aufnehmen zu können, wurde der Löschzug 7 (Stadtmitte) zur Personalergänzung alarmiert. Gemeinsam mit den Kräften der Feuerwache 1 konnte dann ein Trupp unter Atemschutz und speziellen Chemikalienschutzanzügen in den Keller vorgehen und entsprechendes Bindemittel aufbringen. Im Anschluss wurde das Gebäude umfangreich gelüftet und das Bindemittel aufgenommen. Ein Spezialunternehmen hat die Entsorgung übernommen.“

Insgesamt 27 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen waren vor Ort – für 200 Milliliter Chlorbleiche. Feuerwehr-Sprecher Elmar Schneiders rät auf EXPRESS.de-Anfrage zur Vorsicht. „In diesem Fall war es eine Chlorbleichanlage und hat nichts mit den herkömmlichen Pools zu tun, die man sich im Garten aufstellt.“

Er sagt: „Diese werden mit Chlortabletten befüllt, wo im Normalfall nicht viel passieren kann.“ Im speziellen Fall mahnt er bei Arbeiten an großen Poolanlagen: „Man sieht, was eine kleine Menge Chlorbleiche anrichten kann.“ (bas)