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Köln ist gespaltenZoff um Fassade in Ehrenfeld: „Bah, ist das abstoßend“

Polarisierend wirkt die neue Metall-Fassade in der Stammstraße. Die ebenfalls neue „Smiley“-Front gleich nebenan ist auf ihre Art auch bemerkenswert.

Copyright: Hermans

Polarisierend wirkt die neue Metall-Fassade in der Stammstraße. Die ebenfalls neue „Smiley“-Front gleich nebenan ist auf ihre Art auch bemerkenswert.

Ein neues Gebäude in der Stammstraße entfacht im Internet einen Riesen-Streit. Vor Ort in Ehrenfeld ist die Stimmung aber eine komplett andere.

Kaum sind die Bauzäune weg, geht der Ärger in der Stammstraße los – so scheint es zumindest auf Facebook.

Die Fassade aus feuerverzinktem Stahlblech des neuen Wohnkomplexes, der auf dem Areal des früheren Theaterhauses entstand, provoziert einen Shitstorm. „Bah, ist das abstoßend“, „einfach nur hässlich“ oder „abschreckendes Beispiel“ ist in den wütenden Kommentaren zu lesen.

Ein User vergleicht den Bau sarkastisch mit einem „modernen Bühnenbild“. Ein anderer kommentiert resigniert: „Sie würden dir jetzt wahrscheinlich sagen, dass du es einfach nicht verstehst“. Der Unmut findet seinen Höhepunkt in der Frage: „Aber ist es schon wieder so weit, dass Bunker gebaut werden müssen?“

Und in der Tat: Die Front des Ensembles, zu dem auch ein Bauwerk in der Klarastraße zählt, wirkt mit ihren schießschartenartigen Fenstern sehr wehrhaft. Das Projekt wurde 2020 vom Ehrenfelder Bauherrn Norbert Fischl und dem Büro Häck Architektur ins Leben gerufen. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Anwohner in Ehrenfeld sehen die Sache gelassener

Ein Besuch vor Ort zeichnet allerdings ein komplett anderes Bild. Viele Nachbarn können die Online-Aufregung gar nicht nachvollziehen. Ein Grafiker aus der Umgebung, der anonym bleiben will, bezeichnet die Gestaltung als „zeitgenössische Lösung“ und findet, sie sei „lange nicht so hässlich wie die Fassaden der meisten anderen Neubauten“. Der Kontrast zu den alten Gründerzeit-Häusern sei sogar reizvoll.

Auch Dokumentarfilmer Matthias Haentjes, der direkt gegenüber lebt, würdigt „die ästhetische Ambition“ des Gebäudes und hält es für „nicht misslungen“. Sein einziger kleiner Kritikpunkt: „Allerdings nimmt uns der Neubau abends ein bisschen die Sonne.“ Er fügt hinzu: „Aber das Grundstück war minderbebaut, das musste irgendwann kommen.“

Was die beiden aber wirklich irritiert, ist eine völlig andere Fassade direkt neben dem Metall-Bau. Dort wurde die Hauswand über und über mit Smileys verziert. Haentjes meint dazu kopfschüttelnd: „Wenn es dazu Proteste auf Facebook gäbe, könnte ich das verstehen“. Eine Gestaltung, die tatsächlich für Fassungslosigkeit sorgt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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