Eine triste Brache in Köln wird zur grünen Oase! Die Würfel für das Projekt sind gefallen.
Schluss mit Schotter-WüsteKölns neuer Super-Park für 1,8 Millionen Euro

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Die kreative Planungsvariante der Stadt für den Hybridpark.
Wildes Gestrüpp auf Schotter, am Horizont ragen Industrieschornsteine auf. So präsentiert sich derzeit die Fläche am ehemaligen Gleisdreieck.
Das Gelände, das sich zwischen der Stolberger Straße, der Eupener Straße und der Mercedes-Benz-Allee befindet, wirkt fast vergessen. Doch damit ist bald Schluss! Genau dort, wo früher Güterzüge rangierten, schlägt bald das grüne Herz der künftigen „West-Stadt“. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Wald, Wasser und eine Hügellandschaft
Der sogenannte Hybridpark wird aber mehr als nur ein Erholungsort für die Anwohner der geplanten Neubauten. Er soll auch als natürliche „Klimaanlage“ die Umgebung an heißen Tagen abkühlen. Zudem wird er zum Mittelpunkt der neuen Verbindung für Radfahrer und Fußgänger, der „Low Line“.
Christoph Hölzer, der stellvertretende Chef des städtischen Grünflächenamtes, legte der Bezirksvertretung (BV) Lindenthal in ihrer letzten Sitzung zwei Entwürfe vor. Die Lokalpolitiker entschieden sich klar für die kreative Idee und gaben der Verwaltung den Auftrag zur Umsetzung.
Die favorisierte Variante kombiniert Elemente eines „Waldparks“ mit denen eines „kühlen Parks“. Das Zentrum des zukünftigen Parks werden eine Hügellandschaft und ein Teich bilden. Am Südhang kann man künftig auf Sonnenliegen entspannen, auch ein Pavillon ist geplant.
Das gesamte Areal wird von einem dichten Baumbestand mit Unterholz umgeben sein. Darin versteckt: Lichtungen mit Sport- und Spielangeboten. Vorgesehen sind ein Bouleplatz, ein Multitor, Tischtennisplatten sowie ein großer Naturspielplatz und ein separater Bereich für Kleinkinder. Die Spiel- und Sportorte sind jeweils von ruhigen Bereichen umgeben.
Eine „konservative Variante“ stand ebenfalls zur Auswahl
Eine Alternative war ebenfalls im Rennen: eine klassische Parkgestaltung. Hölzer beschrieb diese als „eher konservativ“, so wie man Grünanlagen heute oft plant. Darin hätte es dann mehr Felder, Rasen- und Freiflächen, weniger Baumbestand, aber Obstgärten mit Picknickbereichen und Gemeinschaftsgärten, sowie einen Basketball- und Fußballplatz, eine Boulebahn und Tischtennisplatten gegeben.
Die kreative Gestaltung war auch der eindeutige Favorit bei einer Bürgerbeteiligung. Die meisten Teilnehmenden hatten sich einen Waldpark gewünscht. Der „kühle Park“ war die zweitbeliebteste Option.
Auch die Verwaltung empfahl diese Version, weil sie besonders positiv für das Klima ist. Die dichte Bepflanzung mit Bäumen sorgt für Kühlung, schluckt Lärm und schafft eine naturnahe, erholsame Atmosphäre. So werden Hitzeinseln verhindert.
Bezirkspolitik wählt einstimmig die kreative Variante
Nach dem einstimmigen Votum in der BV Lindenthal befasste sich auch die BV Ehrenfeld mit den Plänen, da der Park im Grenzgebiet der beiden Stadtbezirke liegt. Das Ergebnis: ebenfalls ein einstimmiges Ja für die kreative Variante!
Im April muss noch der Umweltausschuss darüber befinden. Die größte Hürde ist jedoch die Finanzierung: „Der Park wird rund 1,8 Millionen Euro kosten“, sagte Hölzer. „Wir haben bereits bei dem Förderwettbewerb Klimaanpassung NRW einen Förderantrag eingereicht.“
Ohne eine Förderung kann die Stadt den neuen Hybridpark bei den aktuell klammen Kassen nicht so schnell bauen. Man hofft aber bis zur Jahresmitte auf eine positive Entscheidung aus Düsseldorf.
„Und wenn dann wirklich alle Ampeln auf Grün stehen, können wir vielleicht bereits innerhalb der nächsten achtzehn Monate mit einem Baubeschluss wieder hier in der Bezirksvertretung sitzen.“(red)
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