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Aufstand gegen Woelki Kehrt Kölner Erzbischof zurück? Berater beziehen Stellung

Kardinal Woelki bei einer Messe im Kölner Dom zu Weihnachten.

Rainer Maria Kardinal Woelkis geplante Rückkehr stößt auf Gegenspruch. Das Foto zeigt den Kölner Erzbischof am 25. Dezember 2020 bei einer Messe im Kölner Dom.

Laut Informationen aus Bistumskreisen soll sich das Beratergremium von Rainer Maria Kardinal Woelki gegen seine anstehende Rückkehr ausgesprochen haben.

Beben im Erzbistum Köln: Kurz vor dem Ende von Kardinal Rainer Woelkis Beurlaubung hat sein engstes Beratergremium massive Vorbehalte gegen eine Rückkehr ins Amt des Erzbischofs formuliert. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, stimmten die Teilnehmer einer Sondersitzung des Erzbischöflichen Rats am 16. Februar zwar nicht formell ab, erstellten aber mit Hilfe von Zetteln auf einer Pinnwand ein Meinungsbild. Darin sei äußerste Skepsis zum Ausdruck gekommen, was die Möglichkeit einer geordneten und gedeihlichen Amtsführung Woelkis angeht. Man sehe die Situation mit großer Sorge, so der Tenor.

Das engste Beratergremium von Rainer Maria Kardinal Woelki hat sich nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ fast einstimmig gegen dessen Rückkehr ausgesprochen. Wie die Zeitung am Donnerstag online unter Berufung auf Bistumskreise berichtete, zeigten sich die führenden Mitarbeitenden des Erzbistums äußerst skeptisch. Man sehe die Situation mit großer Sorge.

Köln: Gremium gegen Kardinal Woelki Rückkehr

Der scheidende Kommunikationsdirektor Christoph Hardt, selbst Mitglied des Gremiums, bestätigte die Beratungen. Er nannte das in der Sitzung entworfene Bild der Lage im Erzbistum „realistisch“. Um einer Atmosphäre der Achtung, der Offenheit und des Vertrauens willen seien sich die Teilnehmer einig gewesen, dass es keine Abstimmung für oder gegen Woelki geben sollte, auch wenn die Bedenken gegen die Rückkehr zu dem entsprechenden Bild geführt hätten.

Namentlich der derzeitige Bistumsverwalter Rolf Steinhäuser, Weihbischof Ansgar Puff und Woelkis Generalvikar Markus Hofmann, der in der Zeit von Woelkis Beurlaubung als „Delegat“ Steinhäusers fungiert, hätten sich hinsichtlich der Rückkehr Woelkis nicht ausdrücklich ablehnend verhalten. In „konstruktiver Atmosphäre“ sei an Szenarien für die Zeit nach Woelkis Rückkehr gearbeitet worden, sagte Hardt.

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Als deutlichere Skeptiker positionierten sich dem Vernehmen die beiden Vize-Generalvikare Markus Bosbach und Mike Kolb. Als Verantwortlicher für die Weiterentwicklung des Bistums bzw. als Personalchef haben beide einflussreiche Posten in der Bistumsverwaltung inne. Bosbach ist überdies Mitglied im Domkapitel.

Woelki war im September von Papst Franziskus für eine knapp fünfmonatige „geistliche Auszeit“ beurlaubt worden. An Aschermittwoch (2. März) soll er laut einem päpstlichen Dekret die Leitung des mitgliederstärksten deutschen Bistums wieder übernehmen. Dagegen regte sich zuletzt zunehmend Widerstand, unter anderem seitens des Diözesanrats. Die Laien-Vertretung fordert eine Beteiligung der Gläubigen an der Entscheidung über die Zukunft Woelkis im Erzbistum.

Der Kardinal hielt sich in der vorigen Woche zu Gesprächen im Vatikan auf. Zu Inhalten und Ergebnissen drang bislang nichts an die Öffentlichkeit. Es hieß aber, dass der Papst die Angelegenheit an sich gezogen habe.

Zu den Mitgliedern des knapp 20-köpfigen Erzbischöflichen Rats gehören neben den Weihbischöfen, dem Generalvikar und den Hauptabteilungsleitern in der erzbischöflichen Verwaltung auch weitere wichtige Funktionsträger des Erzbistums, unter ihnen Regens Regamy Thillainathan, der Chef des Priesterseminars, und Caritas-Direktor Frank Johannes Hensel. Finanzdirektor Gordon Sobbeck, zuletzt wegen zustimmungspflichtiger Sonderausgaben Woelkis unter Druck, musste die Sitzung den Informationen zufolge krankheitsbedingt verlassen. (red)

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