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Himmel über KölnSaharastaub im Anflug – Wetter-Experten erwarten „Blutregen“

Warme Luft aus Afrika bringt Wüstenstaub nach Köln und NRW.

In Nordrhein-Westfalen ist der Frühling eingekehrt, jedenfalls was die Temperaturen betrifft. Die Kölnerinnen und Kölner freuten sich nach einem langen Winter am Mittwoch über fast 20 Grad und viel Sonne.

Doch die klare Luft könnte schon am Donnerstag (26. Februar) und Freitag getrübt werden: Saharastaub ist im Anmarsch, wie unter anderem Kachelmannwetter.de vorhersagt.

Sorge vor „Blutregen“ ist unbegründet

Verantwortlich für das ungewöhnlich milde Februarwetter ist ein Hochdruckgebiet, das aus dem Südwesten über NRW zieht. Die subtropischen Luftmassen stammen aus Nordafrika. Sie bringen nicht nur Wärme, sondern auch feine Staubpartikel aus der Sahara mit. Dieser Wüstenstaub wird die Luft in NRW voraussichtlich leicht eintrüben.

Das Wettermodell von Kachelmannwetter verdeutlicht, dass der Saharastaub von Frankreich und Belgien aus am Vormittag Köln erreichen wird.

Von dort zieht er weiter in Richtung Nordosten. Mit Eintrübungen ist ab etwa 9 Uhr zu rechnen. Laut dem NASA-GEOS-Modell könnten diese in NRW bis zum Abend andauern.

Weil für Donnerstag und Freitag kein Regen vorhergesagt ist, sind keine größeren Ablagerungen auf Oberflächen zu befürchten. Gibt es nämlich Niederschlag, hinterlässt der Saharastaub unschöne orange-gelbliche Flecken. Besonders auf Autos kann dies bei unsachgemäßer Reinigung zu Schäden führen. Dieses Phänomen wird auch als „Blutregen“ bezeichnet.

Saharastaub stellt ein natürliches Wetterereignis dar, das in Deutschland mehrfach jährlich auftritt, vor allem im Frühjahr. Partikel aus der weltweit größten Wüste in Nordafrika werden vom Wind aufgewirbelt. Als sogenanntes Aerosol können sie weite Strecken in der Atmosphäre der Erde zurücklegen.

Höhenwinde transportieren sie über Tausende von Kilometern, meist über Frankreich und Marokko bis nach Mitteleuropa. Die Partikel absorbieren und streuen das einfallende Sonnenlicht, wodurch weniger Licht am Boden ankommt. Der Himmel erscheint dadurch milchig-trüb oder sogar rötlich.

Die aktuelle Staubwolke bewegt sich seit Mitte Februar 2026 von Nordafrika aus nach Europa. Frankreich wurde bereits am Mittwoch vom Saharastaub getroffen. In der Regel ist der Feinstaub gesundheitlich unbedenklich. Nur bei sehr hohen Konzentrationen kann der Saharastaub, der auch feine Partikel unter 2,5 µm enthält, für Menschen mit Atemwegserkrankungen problematisch werden (red).

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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