Was für ein Schock! Statt Benzin kam pures Wasser aus der Zapfsäule. Die Folge: kaputte Autos und stinksauere Fahrer.
Wasser statt Sprit!Tankstellen-Skandal in Belgien schockt Autofahrer

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Automechaniker und Kundin vor offenem Automotor.
Ein echter Albtraum für viele Autofahrer in der belgischen Stadt Mechelen. Dort klagen immer mehr Leute darüber, dass ihr Fahrzeug nach einem Tankstopp plötzlich nicht mehr fuhr. Der belgische Rundfunk „VRT“ berichtet über den bizarren Vorfall. In einer Facebook-Gruppe hatten sich schon einige Betroffene gemeldet, und auch Shell gab mittlerweile zu: Im Benzin war anscheinend eine große Menge Wasser.
Anneleen de Hertogh aus Zemst hat es ebenfalls erwischt. Sie fuhr nach dem Tankvorgang nur noch ein kurzes Stück. Am Folgetag gab ihr Auto keinen Mucks mehr von sich. Ein Abschleppunternehmen musste den Wagen zur Werkstatt bringen, wo die schockierende Diagnose kam. Der Werkstatt-Mitarbeiter meinte nur: „Dein Tank ist voller Wasser“. Daraufhin suchte sie in einem Facebook-Forum nach Leidensgenossen. „Als ich eine Nachricht [...] postete, bekam ich eine Explosion von Reaktionen.“ Viele weitere Fahrer schilderten ganz ähnliche Erfahrungen. Laut „VRT“ klagen einige über massive Kosten für die Säuberung und Instandsetzung. De Hertogh ist total wütend über das rausgeschmissene Geld: „Ich habe 50 Euro bezahlt... für Wasser.“ Oben drauf kamen noch die Gebühren für das Abschleppen und ein Leihfahrzeug. Das berichtet „FOCUS online“.
Der Öl-Riese Shell räumte ein, dass „einige Beschwerden“ eingegangen seien. Man prüfe jetzt den Grund für das Fiasko. Geschädigte Fahrer wurden angehalten, sich direkt beim Unternehmen zu melden. Die genaue Anzahl der betroffenen Autos ist noch nicht bekannt. Auch wie die Verunreinigung passieren konnte, bleibt vorerst ein Mysterium.
Dass Wasser in den Sprit gerät, ist ein altbekanntes technisches Ärgernis. Laut „Porschebank“ passiert das oft durch Kondenswasser oder kaputte unterirdische Tanks. Wasser ist dichter als Kraftstoff, sinkt daher auf den Boden des Tanks und wird dann angesaugt. Das Resultat sind häufig kapitale Motorschäden, weil die modernen Einspritzanlagen extrem sensibel sind. Der Fall in Mechelen steht nicht allein da. Im Saarland gab es laut dem Sender „RPR1“ einen vergleichbaren Skandal, als Starkregen in die Tanks einer Tankstelle drang. Solche Vorkommnisse führen meist zu zähen juristischen Auseinandersetzungen, wie ein Beispiel der „Kanzlei Kotz“ zeigt. Die Krux für die Autofahrer: Sie müssen beweisen, dass der Schaden von der Tankstelle verursacht wurde. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

