Im November 2024 eröffnete der Kölner Disco-König Yahya Firat am Hohenzollernring das „Hotel Diamonds“ – jetzt hat der Gastronom wegen dem Objekt Ärger. Die Kölner Behörden monierten Brandschutzmängel und ließen das Haus schließen.
Klage gegen StadtKölner Disco-König kämpft um sein Hotel am Ring

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Das „Diamonds Hotel“ befindet sich am Hohenzollernring.

Die Gäste, darunter Messebesucher, hätten das Hotel verlassen müssen, erzählt der Chef der gleichnamigen Discothek „Diamonds“, die sich nur wenige Meter entfernt vom Hotel befindet.
Die Mängel waren bei einer Begehung durch städtische Mitarbeiter im Dezember 2025 festgestellt worden, mit Firat wurde eine kurzfristige Mängelbeseitigung vereinbart.
Klage und Eilantrag sind anhängig
Es kam es zu einer weiteren Begehung des sechsgeschossigen Objektes, bei der weitere Auffälligkeiten protokolliert wurden. So sei etwa die Drehrichtung der Zugangstüren falsch. Entgegen der Notwendigkeit würden diese in den Zugangsflur aufschlagen und nicht in Fluchtrichtung.
„Wir haben die Probleme zügig behoben – aber es flatterten immer neue Auflagenlisten ins Büro“, sagt Firat, der seine Anwälte eingeschaltet hat.
Eine Sprecherin des Kölner Verwaltungsgerichts bestätigt: „Neben dem Klageverfahren 8 K 1074/26 ist auch ein Eilantrag anhängig (8 L 784/26). In den Verfahren bei dem Verwaltungsgericht Köln wendet sich die Diamonds GmbH gegen eine Nutzungsuntersagung aus Februar 2026 bzgl. des Hotelbetriebs auf einem Grundstück in der Kölner Innenstadt.“
Das Eilverfahren, von dem sich Yahya Firat bei einem für ihn positiven Votum die unmittelbare Wiedereröffnung des Hotels erhofft, ist noch nicht entschieden.

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Seit vielen Jahren ist Yahya Firat Clubbetreiber am Ring.
Im gegenseitigen Schriftverkehr heißt es von Seiten der Stadt in Richtung Diamonds beispielsweise, dass das Gebäude entweder auf den genehmigten Stand zurückzubauen sei oder eine „Legalisierung des illegalen Bestands“ beantragt werden könne. An anderer Stelle heißt es, bautechnische Nachweise seien eingereicht worden, sie seien aber unvollständig.
In Richtung Stadt heißt es von Seiten des „Diamonds“, die zuständigen Ämter würden „nach nachweislich abgestellter Gefahr“ seit Wochen „für einen täglichen fünfstelligen Schaden“ sorgen.
Die Defizite seien keinesfalls so gravierend, dass sie einem Weiterbetrieb des Hotels entgegenstünden. Von Seiten der Stadt wird wiederum an einer Stelle dargelegt, das „Diamonds“ habe keinen Anspruch auf die Erteilung einer Duldung.
Trotz der harten Bandagen hofft Yahya Firat auf eine baldige Einigung in den kommenden Tagen.
