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Bombenfund in Köln-NiehlBlindgänger erfolgreich entschärft

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Bei Bauarbeiten wurde am Dienstagvormittag in Köln-Niehl ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Bombenfund in Köln-Niehl! Bei Bauarbeiten wurde am Dienstag (28. April) in Köln-Niehl, in Höhe der Amsterdamer Straße 218, ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Es handelte sich laut Stadt um eine 50-Kilo-Bombe, diese muss noch am Dienstag entschärft werden. Dafür wurde der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert. 

Um 19.46 Uhr dann die erlösende Nachricht: Die beiden Zünder konnten von den Mitarbeitenden des Kampfmittelbeseitigungsdiensts erfolgreich entschärft werden.

Die Sperrungen werden nun nach und nach aufgehoben. Die Menschen können zuurück in ihre Wohnungen. Die KVB schickt ihre Busse und Bahnen wieder auf die Reise – bis alle wieder nach Fahrplahn fahren, kann es allerdings noch etwas dauern.

Evakuierungen liefen reibungslos ab

Wie die Stadt Köln am Abend mitteilte, gab es keine besonderen Vorkommnisse. Die Evakuierung verlief ohne Probleme. Es wurde kein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wegen Störung oder Verweigerung der Evakuierung eingeleitet.

Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit 129 Kräften im Einsatz, die Feuerwehr Köln mit fünf und Hilfsorganisationen mit 31, die Polizei Köln mit 16 und die KVB mit zwei Kräften.

Eine Karte zeigt den Gefahrenbereich in Köln-Niehl, der evakuiert werden muss.

Copyright: Stadt Köln

Eine Karte zeigt den Gefahrenbereich in Köln-Niehl, der evakuiert werden muss.

Der endgültige Gefahrenbereich war am Vormittag vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit einem Radius von 300 Metern festgelegt worden.

Folgende Straßen oder Straßenabschnitte mussten im Rahmen der Evakuierung gesperrt werden:

  1. Amsterdamer Straße Höhe Hausnummer 283/Höhe Hausnummer 238)
  2. Boltensternstraße Höhe Hausnummer 351
  3. Friedrich-Karl-Straße/Am Niehler Hafen
  4. Boltensternstraße/Friedrich-Karl-Straße
  5. Amsterdamer Straße/Friedrich-Karl-Straße
  6. Philipp-Zorn-Straße/Friedrich-Karl-Straße
  7. Rudolf-Sohm-Straße/Friedrich-Karl-Straße
  8. Gierkestraße Höhe Hausnummer 11
  9. Eichhornstraße Höhe Hausnummer 8
  10. Pohlmanstraße/Eichhornstraße
  11. Nesselrodestraße/Allensteiner Straße
  12. Königsberger Straße/Nesselrodestraße
  13. Tilsiter Straße/Königsberger Straße
  14. Sackgasse/Fußweg Königsberger Straße Höhe Hausnummer 7e
  15. Sackgasse/Fußweg Königsberger Straße Höhe Hausnummer 9f

Straßen dicht – Verkehr staute sich

Die Stadt Köln wies außerdem darauf hin, dass die Polizei für verkehrslenkende Maßnahmen ab der Kreuzung Industriestraße/Niehler Damm/Boltensternstraße/Amsterdamer Straße/Graditzer Straße die Zufahrten stadteinwärts auf die Amsterdamer Straße und Boltensternstraße sperren würde.

Die Sperrungen hatten Auswirkungen auf den abendlichen Berufsverkehr. Die  Ausweichrouten waren voll. Inzwischen fließt der Verkehr auf den freigegebenen Straßen wieder.

Pkw und Lkw wurden über Westkai/Am Niehler Hafen in Richtung Süden geleitet, um später wieder auf die Boltensternstraße fahren zu können. Selbige Umleitung konnte auch in Gegenrichtung genutzt werden. Ausschließlich Pkw konnten in die Graditzer Straße und den Niehler Damm abgeleitet werden. Lkw-Fahrern riet die Stadt unterdessen von diesen Umleitungen ab, da sie sich dort festfahren könnten.

Auch KVB betroffen

Auch die Linie 16 der KVB war von den Evakuierungsmaßnahmen in Köln-Niehl betroffen. Sie durchfuhr den gesperrten Bereich ohne Fahrgastwechsel an der Haltestelle Nesselrodestraße, teilte die Stadt Köln mit.

Die Buslinien 140 und 147 konnten ohne Einschränkungen fahren. Da das KVB‑Depot Nord vollständig evakuiert werden musste, kam es zu Unregelmäßigkeiten im Fahrbetrieb.

Eine Anlaufstelle wurde in der Turnhalle des Erich-Kästner-Gymnasiums (Castroper Straße 7, Köln-Niehl) eingerichtet. (red)

Ein Polizist hält Handschellen in der Hand.

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