EXPRESS.de mitten im FanmarschUngarn-Euphorie in Köln – Polizei hatte erst andere Pläne

Erstes EM-Spiel in Köln – die Ungarn treffen auf die Schweiz. Vor dem Spiel gab es einen ausgiebigen Fanmarsch der ungarischen Fans. Gerade zu Beginn verlief es aber etwas chaotisch.

von Daniel Thiel (dth)

Fast die übliche Bundesliga-Anstoßzeit und übliche Bundesliga-Verhältnisse in Köln: Am Samstagvormittag (15. Juni 2024) machten sich Tausende Fußball-Fans auf in Richtung Müngersdorf – um 15 Uhr steht das erste von insgesamt fünf EM-Spielen in Köln an.

Die Ungarn treffen auf die Schweizer und waren schon gegen 10 Uhr lautstark unterwegs – sie zog es aus allen Ecken Kölns in Richtung Fan-Treffpunkt Girlitzweg.

Ungarn-Euphorie in Köln – Fanmarsch verläuft anfangs chaotisch

Nach und nach trudelten die Anhängerinnen und Anhänger ein. Die Polizei hatte schon, auch das erinnerte an normale Bundesliga-Spieltage, schon am Bahnhof Müngersdorf die Lage genau im Blick.

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Die ersten Gesänge wurden von den weitgehend schwarz und rot-grün gekleideten Fans schon über vier Stunden vor Anpfiff angestimmt. Am Vorabend (14. Juni) hatten sich zahlreiche Ungarn-Fans noch am Heumarkt versammelt, neben dem Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland (5:1) eine kleine eigene Spontan-Party gefeiert.

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Gegen 12.30 Uhr ging es dann für die Ungarinnen und Ungarn in Richtung Stadion, auf dem knapp 1,7 Kilometer langen Fanmarsch machten sich die Fans noch einmal richtig heiß auf die erste Bewährungsprobe in der Deutschland-Gruppe A. EXPRESS.de war mittendrin!

Bereits rund um den Girlitzweg fiel schnell auf: Das eine oder andere Dixi-Klo in Bahnhof-Nähe hätte auf keinen Fall geschadet. Grundsätzlich blieb die Atmosphäre aber friedlich.

Gerade am Anfang des Fanmarsches gab es allerdings einige chaotische Situationen: Erst machten sich die Ungarinnen und Ungarn in eine andere Richtung auf, als es die Beamtinnen und Beamten vor Ort ursprünglich wollten.

Da musste offensichtlich ein Plan kurzfristig umgekrempelt werden. Statt geradeaus ging es direkt durch eine Unterführung in der Nähe des Treffpunktes an der Halle Tor 2.

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Dann war das eine oder andere Mal unklar, wohin die Fans gehen sollten – im Laufe des Marsches ging alles aber strukturierter und dadurch auch schneller über die Bühne.

Die ungarische Ultra-Gruppierung heizte die Fans auf dem Weg noch mit Megafon, einer Trommel oder vielen motivierten Sängerinnen und Sängern in der ersten Reihe ein.

Blick auf eine Haltestelle in Köln.

Stillstand an der KVB-Haltestelle am Rheinenergie Stadion. Während des Marsches der Fans musste der Bahnverkehr eingestellt werden. Auf der Aachener Straße bildete sich ein langer Stau in beide Richtungen.

Immer wieder gab es auch Durchsagen auf Ungarisch – in erster Linie, um die Fans daran zu erinnern, dass sie sich mit dem Abbrennen von Pyrotechnik in Deutschland strafbar machen. Auch das erinnerte an einen ganz normalen Bundesliga-Nachmittag.

Gegen 13.30 Uhr kamen die Anhängerinnen und Anhänger, begleitet von zahlreichen Polizistinnen und Polizisten, dann beim Stadion in Müngersdorf an. Durch den endenden Fanmarsch stand aber sowohl der Bahn- als auch der Autoverkehr rund um die Aachener Straße und das Stadion über eine Stunde still. Diejenigen, die es nicht ins Stadion zog, mussten Geduld mitbringen.