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Fleisch-MonsterKöln-Döner für 17,90 Euro: Matze startet durch

Döner-Unternehmer Matthias Schöberl

Copyright: Ayhan Demirci

Matthias „Matze“ Schöberl inmitten der neuen Gerätschaften. Bald drehen sich hier die Dönerspieße.

Die Kölner Gastronomie ist ständig im Wandel. Jetzt gibt es Neuigkeiten vom Zülpicher Platz. Und die sind überraschend.

Es ist nicht einfach nur ein neuer Dönerladen. Denn: Wer hat schon mal einen Döner für 17,90 Euro gefuttert? Wem wurde das Fleisch, bevor es ins Brot wandert, vorher genau abgewogen? Und vor allem: Wer hat einen Dönermann, der Matthias heißt?

Dessen Porträt blickt die Passanten und Passantinnen am Zülpicher Platz kurz vor der Eröffnung des Ladens bereits an. Matthias Schöberl (38) aus dem hessischen Hofheim im Regierungsbezirk Darmstadt ist, so heißt es auf dem Plakat, „Deutschlands erster deutscher Dönermann“. Für Jüngere ist Matthias der „Matze Abi“ – Abi (gesprochen Aabi) ist das türkische Wort für Bruder.

Der Deutsche aus Hessen hat eine Leidenschaft für Döner

Matze ist im Stress, bleibt aber locker. Eigentlich ist er gelernter Kfz-Mechaniker. „Ende 2019 habe ich angefangen, mich mit der Branche zu beschäftigen“, erzählt er im Laden, der noch eine Baustelle ist. Dem Döner und seinen Geheimnissen galt fortan seine Leidenschaft. 

Auch wenn Matthias das Gesicht der Marke ist – sein Kompagnon Yusuf Cosar bringt dann doch die zu erwartende türkische Note in die Geschichte ein. Die beiden kennen sich seit ihren Jugendtagen.

„Was passiert, wenn ein Deutscher und ein Türke Döner machen?“ fragt das Dönerduo auf seiner Homepage. Und gibt mit dem „Umami“, so der ungewöhnliche Name des Lokals, die Antwort. In Hofheim eröffneten sie ihren ersten Laden. Dann lockte Köln, „weil es eine Food-Hauptstadt ist“, meint Matze.

Döner-Unternehmer Matthias Schöberl

Copyright: Ayhan Demirci

So grüßt „Matze Abi“ (Abi, türkisch für Bruder) vom Schaufenster des Ladenlokals.

 „Umami“, erklärt er, komme aus dem Japanischen und beschreibe den fünften Geschmackssinn: „Süß, sauer, bitter, salzig – das kennen alle. Dann kommt umami. Und das bedeutet herzhaft und fleischig.“

Er erklärt weiter, sie würden Färsenfleisch verwenden, das von „Black Angus“-Tieren von einer südamerikanischen Farm stammt. Färsenfleisch stammt von Kühen, die noch nicht gekalbt haben. Das Fleisch wird klassisch am Dönerspieß gegrillt, dann allerdings erlebt der Gast eine ungewohnte Methode. Der Döner wird mit 120 Gramm (M), 180 Gramm (L) und in der XL-Version sogar mit 240 Gramm Fleisch angeboten – „das ist dann schon ein Fleischmonster“, meint Matze.

Die Luxus-Version mit 240 Gramm Fleisch hat einen stolzen Preis

Das hat seinen Preis: Das „Monster“ kostet 17,90 Euro. Die kleineren Varianten, wie üblich mit Beilagen wie Tomaten und Zwiebeln, kosten 13,90 und 10,90 Euro. Das Fleisch wird vor den Augen der Kundschaft abgewogen.

Das Brot – hier meint man dann den deutschen Einschlag zu spüren – stamme von einem „deutschen Handwerksbäcker“. Übrigens empfiehlt Matze, den Döner ohne Soße zu nehmen. Dann werde es so richtig „umami“.

Wie steht ihr zu so einem Döner-Laden? Fehlt solch einer in Köln oder gibt es eh schon zuviele? Meldet euch bei uns!

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