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Tunnel soll alles ändernFindet das Chaos in Köln endlich ein Ende?

An der Kreuzung Luxemburger Straße/Militärringstraße soll die Stadtbahn in einen Tunnel unter der Kreuzung verlegt werden.

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An der Kreuzung Luxemburger Straße/Militärringstraße soll die Stadtbahn in einen Tunnel unter der Kreuzung verlegt werden.

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Findet die Kölner Stau-Hölle endlich ein Ende? Nach 25 Jahren Planung kommt der Tunnel am Militärring. Doch es gibt einen Haken.

Jeder Kölner Autofahrer kennt diesen nervigen Ort: die Kreuzung Luxemburger Straße/Militärring. Nach einem Vierteljahrhundert des Wartens gibt es jetzt die offizielle Genehmigung für einen Tunnel. Doch noch ist Geduld gefragt.

Es ist einer dieser Verkehrsknotenpunkte in Köln, der täglich für Frust sorgt. An der Kreuzung von Luxemburger Straße und Militärring im Südwesten der Stadt geht oft minutenlang gar nichts mehr. Sobald die Stadtbahn der Linie 18 die Straße passiert, steht der gesamte restliche Verkehr. Ein Albtraum für unzählige Pendler.

Seit 25 Jahren existiert ein Plan, der Abhilfe schaffen soll: ein 70 Meter langer Tunnel, der ausschließlich für die Bahn vorgesehen ist.

Die Idee dahinter ist, dass die KVB-Züge unter der Kreuzung durchfahren, während der Verkehr oben ungestört weiterfließen kann. Dies soll auch die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen, da sie die Gleise nicht mehr ebenerdig überqueren müssen.

Genehmigung da, aber die Bagger bleiben stumm

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Bauarbeiten unmittelbar starten können. Die Bekanntmachung des Beschlusses ist für den 18. Juli angesetzt. Anschließend ist die öffentliche Auslegung der Planunterlagen für den Zeitraum vom 22. Juli bis zum 4. August geplant, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

In dieser Zeit haben Betroffene die Möglichkeit, die Dokumente einzusehen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Bereits in den Jahren 2017 und 2024 gab es für die Öffentlichkeit Gelegenheiten, Einwendungen vorzubringen.

An der Kreuzung Luxemburger Straße/Militärring soll ein Tunnel für die Stadtbahnen entstehen.

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An der Kreuzung Luxemburger Straße/Militärring soll ein Tunnel für die Stadtbahnen entstehen.

„Diese Kreuzung ist seit Jahrzehnten einer der absoluten Stau-Hotspots in Köln“, bestätigt Roman Suthold, der beim ADAC Nordrhein den Bereich Verkehr und Umwelt leitet. Er verweist auf die vielen komplexen Abbiegebeziehungen, die Funktion als Zubringer zur Autobahn 4 und den Vorrang der Bahnen, was zu langen Wartezeiten für alle führt. „Eine bauliche Entflechtung dieser Kreuzung ist unumgänglich, und deshalb ist es positiv, wenn es dort jetzt weitergeht“, meint Suthold.

Wann geht es denn nun wirklich los?

Für die bauliche Umsetzung sind der Landesbetrieb Straßen NRW sowie die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) verantwortlich. Beide Projektträger geben sich bezüglich eines genauen Zeitplans jedoch bedeckt. „Wir freuen uns, wenn die Bezirksregierung den Planfeststellungsbeschluss erlassen hat, aber wir haben bislang noch keinen Bescheid bekommen“, erklärt ein HGK-Sprecher auf Anfrage. Daher könne das Unternehmen keine Angaben zum weiteren Ablauf machen.

Noch zurückhaltender äußert sich Torsten Gaber, Pressesprecher bei Straßen NRW: „Wir erwarten die Zustellung des Planfeststellungsbeschlusses durch die Bezirksregierung Köln im 3. Quartal 2026 – erst danach können von unserer Seite weitere Schritte in Sachen Ausführungsplanung, Ausschreibung sowie Bauvorbereitung getroffen werden.“ Gaber stellt klar: „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen dazu machen, wie es konkret mit dem Projekt weitergeht.“ Dies sei erst nach Rechtskraft des Beschlusses möglich.

Erst Chaos, dann Besserung am Verkehrsknoten

Langfristig soll dieser stauanfällige Kölner Verkehrsknotenpunkt sicherer, übersichtlicher und leistungsfähiger gestaltet werden. Kurzfristig müssen sich die Menschen in Köln jedoch auf erhebliche Belastungen durch eine mehrjährige Baustelle einstellen, die Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und zeitweise auch die Fahrgäste der Linie 18 betreffen wird. Die vorliegenden Unterlagen gehen von einer Bauzeit von ungefähr drei Jahren aus.

Während der Bauphase sind provisorische Fahrspuren vorgesehen. Auf der Luxemburger Straße soll der Verkehr in Richtung Stadtzentrum zeitweise auf eine einzige Spur verengt werden. Für Lastwagen, die stadtauswärts unterwegs sind, sind sogar temporäre Sperrungen geplant. Beim Anschluss der neuen Unterführung an die bestehende Trasse wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auch für Radfahrer und Fußgänger wird es Umleitungen und Engstellen geben. Ein geplanter provisorischer Weg soll in einem Abschnitt sogar nur eine Breite von etwa einem Meter aufweisen.

Gutachten haben analysiert, wie sich die Verkehrssituation bis zum Jahr 2030 ohne den Tunnel entwickeln würde. Das Resultat ist eindeutig: Die Probleme würden sich voraussichtlich verschärfen. Mit dem geplanten Umbau soll der Knotenpunkt hingegen auch bei steigendem Verkehrsaufkommen funktionsfähig bleiben. Das eliminiert zwar nicht alle Wartezeiten, aber die Experten erwarten, dass der Verkehr insgesamt zuverlässiger fließen wird.

Am Fahrplan der Linie 18 wird sich durch den Bau zunächst nichts ändern. Die Frequenz der Bahnen erhöht sich durch den Tunnel nicht. Der Betrieb der Linie 18 soll jedoch verlässlicher werden, da die Abhängigkeit von den Ampelschaltungen an der Kreuzung entfällt. Zudem erleichtert der Tunnel zukünftige Taktverdichtungen, ohne dass zusätzliche Bahnen den Autoverkehr weiter ausbremsen.

Auch für Radfahrer und Fußgänger soll das Projekt Verbesserungen bringen. Nach Einwendungen im Planungsverfahren wurden einige Aspekte angepasst: Sogenannte freie Rechtsabbieger für den Autoverkehr werden abgeschafft. Darüber hinaus wurden die Radwegeführungen optimiert und eine Furt für Radfahrer verbreitert. (red)

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