Video geht viral Heftige Diskussionen um tanzende Polizistin bei Kölner CSD-Parade

Teilnehmer einer Parade zum Christopher Street Day (CSD) ziehen durch die Stadt.

Während der CSD-Demo in Köln tanzte eine Polizistin kurz mit einem der Demonstranten.

Auf Twitter ist zu sehen, wie eine Kölner Polizistin während der CSD-Parade am Straßenrand mit einem Demonstranten tanzt. Die Community diskutiert darüber und erinnert an die Ursprünge der Bewegung.

Ein kurzes Video einer Kölner Polizistin lässt die Twitter-Community hitzig diskutieren. Es zeigt die Beamtin während der CSD-Parade am 3. Juli.

Auf dem 16 Sekunden langen Clip ist zu sehen, wie sie an der Mittelstraße am Rand der Parade steht und zu der Musik leicht mitwippt. Als ein Teilnehmer der Demo auf sie aufmerksam wird, legt sie eine kleine Tanzeinlage hin.

Twitter-Video zeigt Kölner Polizistin tanzend bei CSD-Parade

Dieses Video wurde mittlerweile eine Million Mal geklickt. Doch wie es auf den sozialen Netzwerken üblich ist, wird auch unter diesem Tweet eifrig diskutiert.

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Die Mehrheit der Twitter-Nutzer und Nutzerinnen zeigt sich begeistert von der Kölner Polizistin. „So schafft man Akzeptanz, Respekt und ein Miteinander“, heißt es in einem Kommentar.

„Wir brauchen mehr solcher Polizisten und Polizistinnen“, oder „Das gibt gute Laune, einfach mal zeigen, dass Polizeikräfte auch nur Menschen sind“, wird weiter kommentiert.

Kritik zu tanzender Kölner Polizistin auf CSD: Erinnerung an Stonewall-Aufstand

Doch es gibt auch Kritik. So schreibt ein Nutzer: „Polizisten und Polizistinnen sind dazu verpflichtet, neutral zu sein.“ Ein anderer meint: „Nun ja, ob das der Uniform und dem Dienst gerecht wird? Das Auftreten in Uniform sollte anders sein. Tanzen macht ja Spaß, doch Dienst ist Dienst.“

Einige Kommentare kritisieren das Verhalten der Polizistin und verweisen auf den Ursprung der Pride-Demonstrationen. Während des sogenannten „Stonewall-Aufstandes“ kam es in New York 1969 zu gewaltsamen Vorgehen der Polizei gegen queere Menschen. Ein paar Nutzerinnen und Nutzer sehen die Polizeipräsenz auf der Demo kritisch.

„Klar, als zur Sicherung der Demo eingesetzte Beamtin, cool zu sehen, dass sie mit den Leuten vibed, Spaß hat und eine coole Socke zu sein scheint. Ich persönlich und als Teil der LGBTQIA+ Community bin aber dagegen, wenn polizeiliche Gruppen offiziell bei Pride-Veranstaltungen mitlaufen“, schreibt ein Nutzer.

Die Beamtin auf dem Video scheint allerdings nicht mitgelaufen, sondern nur zur Sicherung während der Demo eingesetzt gewesen zu sein. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, arbeite sie normalerweise im rechtsrheinischen Köln.

„Die Kollegin hat sich offenbar mitreißen lassen von der fröhlichen, ausgelassenen Stimmung“, sagt ein Sprecher der Polizei Köln. Daran gebe es überhaupt nichts zu beanstanden. (cab)

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