Nachdem die Open-Air-Fläche im Tanzbrunnen modernisiert wurde, kann nun das nächste Projekt starten. Das Theater am Tanzbrunnen und die Rheinterrassen werden für 30 Millionen Euro renoviert.
30-Millionen-Projekt startetBagger rollen wieder am Tanzbrunnen an

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Horst Harbusch-Geier, Ralf Nüsser und Gerald Böse (v.l.) erläuterten auf den Rheinterrassen, was sich bei den anstehenden Modernisierungen verändern wird.
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Gerade erst wurde das Open-Air-Gelände im Tanzbrunnen nach umfangreicher Modernisierung wieder in Betrieb genommen, da steht schon das nächste Großprojekt vor der Tür. In den Rheinterrassen, dem Theater am Tanzbrunnen und vor allem auf dem Gelände drumherum wird sich einiges tun.
Für die große Pressa-Ausstellung wurden die Kölner Rheinterrassen 1928 im Rheinpark erbaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zur Bundesgartenschau 1957 im Stil der 50er-Jahre wiedererrichtet.
Rheinterrassen: Modernisierung soll Ende 2029 abgeschlossen sein
„Die Küche war einst für die Bewirtung von 250 Personen ausgelegt. Kaffee, Kuchen, Toast Hawaii war damals der Schwerpunkt“, blickt Koelncongress-Geschäftsführer Ralf Nüsser lächelnd zurück. „Aber heute haben wir bis zu 12.500 Menschen auf dem Gelände, die bewirtet werden.“
Zudem haben sich die Veranstaltungsformate verändert. Die Anzahl der Empfänge und Partys im Haus mit dem wunderbaren Rhein- und Dom-Panorama nimmt stetig zu. Da gerät die bisherige Logistik an ihre Grenzen. Im Schatten der Gebäude ist in den vergangenen Jahren eine unansehnliche Landschaft aus 18 Übersee-Containern und Behelfsbauten entstanden, die als Lager-, Kühl- und Küchenräume dient.
„Die Umstände sind uns schon länger bekannt“, sagt Koelnmesse-Chef Gerald Böse. „Schon vor der Corona-Pandemie hatten wir den Plan, hier einiges zu verändern.“ Nun sind die Weichen gestellt und der Bauantrag ist eingereicht. Mit der Genehmigung wird im Herbst gerechnet. Bauausführung und ‑leitung liegen bei der Koelnmesse, damit der Betrieb und die Bauarbeiten eng miteinander verzahnt werden.

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So soll der Bereich 2029 aussehen. Eine große Terrasse soll in dem Bereich, wo aktuell die Container stehen, die Gastronomie aufwerten.
Am Tag nach der Sessionseröffnung am 11.11. werden die Lager geräumt, im Februar 2027 rücken die Bagger an. Horst Harbusch-Geier ist verantwortlich für das Bauprojekt. „Ende 2029 wollen wir fertig sein. Bis dahin wollen wir dieses Juwel am Rheinufer endlich wieder richtig zum Strahlen bringen“, sagt er. „Die Lage ist Gold wert. Aber die Infrastruktur muss auch passen. Daher werden Küche und Lager an den modernen Bedarf angepasst.“
Während die Neugestaltung des Open-Air-Bereichs 16 Millionen Euro gekostet hat, sind jetzt sogar 30 Millionen Euro für die anstehenden Arbeiten veranschlagt. Die Hälfte davon trägt die Stadt, die andere Hälfte die Koelnmesse. „Vieles von dem investierten Betrag wird den Gästen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auffallen“, sagt Böse. „Vor allem wird alles im laufenden Betrieb passieren, denn den benötigen wir zur Refinanzierung.“

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Zahlreiche Überseecontainer und Behelfsbauten dienen aktuell als Lager- und Küchenräume. Diese unansehnliche Landschaft wird verschwinden.
Während der Bauphase kann die Großküche auf dem Messegrundstück mitgenutzt werden. Nüsser zählt einige Baustellen auf: „Die Haustechnik wie Klimaanlage und Heizung muss auf den neuesten Stand gebracht werden. Das Foyer vor dem Theater am Tanzbrunnen wird erweitert, um dort mehr Komfort für Garderoben und Gastronomie zu bieten. Wir wollen nicht andauernd Behelfszelte wie bei den Karnevalsveranstaltungen aufstellen.“
Vor allem der Außenbereich der Rheinterrassen wird in drei Jahren im ganz neuen Glanz erstrahlen und damit auch dem Denkmalschutz wieder gerechter werden. „Die provisorischen Zelte kommen weg. Die Terrassenfläche vor dem Parksaal wird mehr als verdoppelt“, sagt Harbusch-Geier. Wo aktuell knapp 600 Gäste Platz finden, werden es künftig rund 1000 sein.

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Das Tanzbrunnengelände soll nach der weiteren Modernisierung häufiger für die Bevölkerung geöffnet werden und einladender wirken.
Auch wird die historische Fassade, die derzeit von viel Grün verdeckt ist, mehr zur Geltung kommen, erklärt Projektleiter Harbusch-Geier. „Das ganze Ensemble wird ein schönes Erscheinungsbild durch eine hochwertige Fassade bekommen.“
Böse freut sich schon jetzt auf die Aufwertung des Bereichs. „Dieses Gebäude ist eine Ikone am Rhein und darf nicht das Schicksal der Bastei erleiden. Nach den Bauarbeiten wird es multifunktional nutzbar und ‚State of the Art‘ sein.“
Auch Nüsser freut sich schon, potenziellen Kunden die Möglichkeiten zu präsentieren. „Wir haben ein Herausstellungsmerkmal durch das Panorama. Künftig können wir noch besser Messefirmen direkt die passende Party oder einen Empfang mit Domblick anbieten.“

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Horst Harbusch-Geier vor der historischen Fassade der Rheinterrassen. Auch die soll künftig mehr Sichtbarkeit bekommen.
Auch der noch sehr unattraktive Tunnel unter der Rheinterrasse wird aufgewertet. Da auch der Rheinboulevard von der Hohenzollernbrücke bis zum Rheinpark mit den hellen Sandsteinplatten erweitert wird, ergibt sich so demnächst ein immer einladenderes Umfeld.
Gleichzeitig mit der Umgestaltung werden auch die Grundstücksverhältnisse bereinigt. Während aktuell eine undurchsichtige Verflechtung zwischen Stadt Köln und Koelnmesse besteht, wird dies durch einen neuen Erbpachtvertrag künftig klarer geregelt. Theater und Rheinterrassen liegen dann komplett in der Verantwortung der Koelnmesse und im Betrieb bei Koelncongress.
