Er ist eine Musiklegende und hat zeitlose Klassiker in seiner Karriere geschrieben. Noch immer begeistert Chris de Burgh mit seinen gefühlvollen Songs das Publikum – wie beim Konzert in Köln.
Weltstar begeistert ohne BandFans feiern Megahits und einen kölschen Klassiker

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Chris de Burgh liebt es, in Köln zu sein. Im Tanzbrunnen gab er am Dienstagabend (14. Juli 2026) ein Konzert seiner Solotour.
Seit der Modernisierung ist die Bühne im Tanzbrunnen ein ganzes Stück größer geworden. Als der gerade einmal 1,68 Meter große irische Sänger Chris de Burgh am Dienstagabend (14. Juli 2026) erscheint, wirkt er fast etwas verloren.
Der 77-Jährige ist ohne Band und aufwendige Showelemente unterwegs. Seine zwölfsaitige E-Gitarre und ein elektrisches Klavier – mehr braucht der Songschreiber nicht. Trotzdem gelingt es ihm, die Open-Air-Fläche allein mit seiner warmen Stimme zu füllen und die knapp 2000 Fans zu begeistern.
Chris de Burgh: Knapp 2000 Fans feiern seine Hits im Tanzbrunnen
Seit den 1970er-Jahren ist der Großmeister der sanften Ballade unterwegs. Über 45 Millionen Platten hat er verkauft. Dennoch versprüht er immer noch eine große Spielfreude und Lust, vor Publikum aufzutreten. Köln sei ohnehin eine seiner Lieblingsstädte in Europa, sagt er direkt zu Beginn seines über zweistündigen Auftritts.
„Ich spiele heute jeden Song meiner 26 Alben“, scherzt er. „Gegen 6 Uhr gibt’s Frühstück, dann machen wir weiter.“ Zuzutrauen wäre es ihm. Als eine Frau über eine halbe Stunde nach Konzertbeginn immer noch ihren Platz sucht, stimmt er kurzerhand den Höhner-Hit „Viva Colonia“ an. Die Menge singt begeistert mit und das Platzproblem kann gelöst werden.
Immer wieder gibt es Blumen für den Star. „Ich verkaufe die am Ende der Show“, sagt er grinsend, während sich vor seinen Füßen immer mehr Sträuße türmen. Fans, die im Rheinpark dem Konzert lauschen, ohne Eintritt zu bezahlen, winkt er zu: „Kommt rein, wir haben hier Freibier.“

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Eine große Gruppe weiblicher Fans hatte für Chris de Burgh extra Blumen gebastelt und den Sänger damit überrascht.
In dieser entspannten Atmosphäre geht es durch das Programm. Das Spektrum reicht von seichtem Radiopop („Missing You“), relativ neuen Klängen („It’s Never Too Late“) über dramatische Geschichten („The Mirror of the Soul“) bis zu einem Fan-Liebling („The Girl With April in Her Eyes“).
Auch ein paar bekannte Welthits anderer Künstler wie „Can't Help Falling in Love“ oder „Yellow Submarine“ gibt es zur Auflockerung. Im Tanzbrunnen träumen nicht nur Menschen gesetzteren Alters im Sonnenuntergang vor sich hin. Auch jüngere Paare lauschen verliebt. Der Kölner Kriminalbiologe Mark Benecke, der sonst eher Liebhaber der düsteren Musik ist, lässt sich ebenfalls vom Charme des Weltstars anstecken.

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Ein elektronisches Klavier und seine unverwechselbare Stimme. Mehr braucht Chris de Burgh nicht, um seine Balladen vorzutragen.
Auch wenn bei etlichen Songs noch eine musikalische Untermalung aus der Konserve hinzugespielt wird, sorgt dieser Soloauftritt für eine besondere Wirkung. Chris de Burgh kann mit reduzierten Mitteln seine komplette Wirkung erzielen – nur Stimme, Instrument und Herz. Wenn der 77-Jährige in den Falsett-Gesang wechselt, klingt das zwar nicht mehr immer ganz sattelfest, aber seine tiefe Stimme wärmt an diesem sommerlichen Abend noch mehr.
Ein paar wichtige Botschaften hat der Musiker ebenfalls parat. „Liebe ist die wunderbarste Kraft auf dem Planeten“, verliest er ebenso auf Deutsch wie seinen Appell Richtung Iran: „Alle Frauen haben ein Recht auf Bildung und dürfen entscheiden, was sie tragen.“

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Chris de Burgh schafft es, nur mit seiner Gitarre die Menge zum Tanzen zu bringen. Der 77-Jährige sprüht immer noch voller Spielfreude.
Der emotionalste Moment ereignet sich schließlich beim Welthit „Borderline“. „Ich werde es nie verstehen, wie Männer in einem Krieg die Weisheit sehen können“, sang er schon 1982. Mit stehenden Ovationen und lautem Jubel wird diese Zeile in Köln quittiert. Gleichzeitig ist es das Signal zum Bühnensturm.
Zu den Klassikern „A Spaceman Came Travelling“, „Don't Pay the Ferryman“, „High on Emotion“, „Africa“ und „Read My Name“ kann gefeiert werden. Natürlich darf auch der Megahit „The Lady In Red“ nicht fehlen. Der erschien vor ziemlich genau 40 Jahren und stand gleich in 24 Ländern an der Spitze der Charts. Wie zeitlos seine Kunst ist, hat der Ire einmal mehr bewiesen.
