Gewaltige Forderung Spezieller Kölner Supermarkt muss schließen – deutliche Botschaft im Fenster

Ein Plakat hängt im Schaufenster des Veedelskrämers in Köln-Ehrenfeld.

Der Veedelskrämer in Köln-Ehrenfeld muss schließen. Ein Plakat im Schaufenster erklärt die Gründe.

Der Unverpacktladen in Köln-Ehrenfeld muss schließen. Der Grund soll eine heftige Mieterhöhung sein, schreiben die beiden Inhaberinnen.

Vor sechs Jahren öffnete in Köln-Ehrenfeld der Veedelskrämer. Kunden und Kundinnen können in dem beliebten Unverpacktladen unter anderem Haferflocken, Reis, Mehl, Müsli und vieles mehr kaufen. Doch damit ist jetzt Schluss. Der Laden muss schließen.

Bettina Brockmann-Heym und Ivana Louis, die Eigentümerinnen des speziellen Supermarktes auf der Venloer Straße Ecke Körnerstraße, sind trotzdem extrem stolz auf ihr Projekt.

Veedelskrämer in Köln-Ehrenfeld muss schließen

„Wir sind Pioniere der Unverpackt Bewegung – waren einer der ersten 30 Läden in Deutschland. Haben den Unverpackt Verband e.V. mitgegründet“, heißt es in einer Erklärung, die im Schaufenster des Ladens hängt und auch bei Facebook nachzulesen ist.

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Weiter heißt es: „Dann kam Corona – und blieb! Putin überfiel die Ukraine – und blieb! Die daraus resultierende Inflation und Existenzangst bleiben vorerst leider auch! Das alles hat uns (fast) nix ausgemacht! Natürlich merken wir die Folgen der ganzen Katastrophen! Aber wir haben uns damit arrangiert! Und kommen auch einigermaßen über die Runden.“

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Es folgt der wahre Grund für die Schließung: „Jetzt aber – kommt die nächste Katastrophe! Unser Mietvertrag wurde gekündigt. Nach sechs Jahren! Einfach so! Grund: Geldgier!“

Wie es in der Erklärung heißt, wolle die bisherige Vermieterin die Ladenmiete um 90 Prozent erhöhen. „Wohlgemerkt – ohne Gegenleistung, wie zum Beispiel Modernisierung oder gar doppelte Fensterverglasung. Das können wir uns nicht leisten!“, so die beiden Inhaberinnen des Veedelskrämers.

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Die Konsequenzen stehen damit fest. Ende November wird das Geschäft in Köln-Ehrenfeld schließen.

Auf Facebook wird derweil heftig über das Thema Mietsteigerung diskutiert. „Was für eine Schweinerei“, schreibt ein User. Ein anderer kommentiert: „Wer gierig ist, bekommt am Ende gar nichts.“

Aufgrund der finanziellen Lage im Land, ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft noch weitere Geschäfte wegen steigender Mietpreise in Köln aufgeben müssen.

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