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Wo geht's hier zum Gipfel?So bezwang der kölsche Kruse Kölns größten „Berg“

Reinhold Kruse blickt in die Sonne.

Copyright: Thomas Wilm

Der Berg rief und Reinhold Kruse kam, zunächst mit der KVB-Linie 9, Endstation „Königsforst“, dann ging es aus eigener Kraft aufwärts, mit Seil, Pickel und Steigeisen.

Der „Monte Troodelöh“ ist, echte Kölner wissen das, kein Berg, sondern ein Witz – wenn auch mit geografisch gesichertem Rekordmaß: Denn mit 118,04 Metern über NN (Normalnull) bildet die im Königsforst gelegene Erhebung den höchsten Punkt im Bodenrelief Kölns.

Jetzt ist eine aberwitzige Geschichte um den fast schon legendären „Troodelöh“ aufgetaucht: die fotografisch dokumentierte Winter-„Erstbesteigung“ durch ein zweiköpfiges Expeditionsteam.

Frei nach dem Luis-Trenker-Motto „Der Berg ruft“ stiegen Reinhold Kruse, Heimatforscher aus Nippes, und sein Kamerad Thomas Wilm in die KVB-Linie 9. Natürlich dabei: Kartenmaterial und eine solide Ausrüstung. Es war der 11. Januar 2009.

„Monte Troodelöh“ – der höchste Berg in Köln

Dass der herrlich komisch inszenierte Gipfelsturm nun Bekanntheit erlangt, liegt daran, dass Kruse die Ausrüstung aus Tourenski und Zubehör (Stöcke, Felle, Harscheisen, Skibremse und Fangriemen) dem Kölnischen Stadtmuseum als Schenkung und Zeugnis des historischen Ereignisses überlassen hat.

Museumsdirektor Matthias Hamann betonte angesichts der damaligen Bezwingung der Erhebung: „Diese Skier erzählen von der liebevollen, von Humor geprägten Verbindung der Kölner*innen zu ihrem Berg im Königsforst. Sportgeschichte entsteht nicht nur in Stadien, sondern auch mitten im Alltag – im Wald, auf den Wiesen, im Verein oder im Ehrenamt. Sport braucht nicht immer die große Kulisse, sondern oft einfach nur Begeisterung.“

Im EXPRESS-Gespräch erklärt Reinhold Kruse noch eine interessante Geschichte zum „Monte Troodelöh“.

Der Begriff wurde bekanntlich aus Silben der Nachnamen der Aller-Erstbesteiger Michael Troost, Friedrich Dedden und Kai Löhmer geschaffen, drei Mitarbeitern der Kölner Stadtverwaltung, die die bis dahin weitgehend unbekannte höchste Erhebung Kölns am 12. November 1999 erwandert und ein provisorisches Gipfelkreuz errichtet hatten.

Bergsteigerausrüstung am Gipfelkreuz des „Monte Troodelöl“

Copyright: Thomas Wilm

Die Ausrüstung des „Troodelöh“-Bezwingers am Gipfelkreuz

Doch ausgerechnet der Mann, der hinter der Entdeckung des „Monte“ steckte, wollte unerwähnt bleiben.

Es war Rainer Buttkereit, 25 Jahre lang Redakteur von „Stadt intern“, des Journals für die Beschäftigten der Stadt Köln. Buttkereit hatte damals die Frage nach der höchsten Erhebung Kölns überhaupt erst aufgeworfen.

Das städtische Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster identifizierte daraufhin auf den Zentimeter genau jene Stelle im Königsforst. Buttkereit war dann auch der vierte im Bund des Erstbesteigungsteams.

Reinhold Kruse steht auf Skiern.

Copyright: Thomas Wilm

Wo geht´s hier zum Gipfel? Kruse hatte sich gut vorbereitet. Hier studiert er das Kartenmaterial.

„Er war ein sehr zurückhaltender und bescheidener Mensch. Er wollte ungern in der Öffentlichkeit stehen“, erzählt Kruse.

In seiner Rede bei einer kleinen Übergabezeremonie im Stadtmuseum verriet Kruse übrigens noch, dass er nun an dem Plan arbeite, am „Troodelöh“ einen Skywalk aufzubauen. Im Alpenraum etwa würden diese Türme und Aussichtsplattformen immer moderner. Der Berg ruft, immer wieder!

Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst stehen auf einer Straße.

Einsatz in der Kölner City

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