Viele schieben in Köln Frust wegen Wohnmobilen, die ihnen die Parkplätze wegnehmen. Jetzt melden sich weitere Leserreporter/-innen. Einige haben selbst ein Wohnmobil.
Harte Forderungen wegen Park-FrustKölner: „Wer sich so ein Luxusteil leisten kann...“

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Viele Kölnerinnen und Kölner sind von parkenden Wohnmobilen (hier ein Archivfoto vom Riehler Gürtel) genervt.
Der Park-Frust in Köln: Jetzt entlädt er sich an den Wohnmobilen, die wochenlang öffentliche Parkplätze blockieren. Ob in Nippes, Sülz oder Riehl – zahlreiche Leserreporter/-innen haben bei EXPRESS.de bereits ihrem Ärger Luft gemacht.
Das Thema reizt weiter. „Bei uns in Seeberg stand bis Ostern 2026 circa fünf Jahre ein Wohnmobil und ist in der Zeit circa vier Wochen bewegt worden. In dieser Zeit sind die dringend benötigten Pkw-Parkplätze deutlich und permanent blockiert worden“, schildert ein Leser. Der Kölner fordert: „Wenn jemand das Wohnmobil nicht auf einen kostenpflichtigen Platz abstellen möchte und zusätzlich so gut wie nie fährt, sollte es rechtliche Maßnahmen geben, die die betroffenen Anwohner schützen.“
„Wer sich so ein Luxusteil leisten kann, sollte auch Parkgebühren stemmen können“
Klaus K. erzählt: „Das Parkproblem haben wir auch in der Marienheider Straße in Dünnwald. Da auf der Berliner Straße nicht geparkt werden darf, kommen die Anwohner in die Marienheider Straße, obwohl dies eine ‚Anlieger frei‘-Straße ist.“ Ein anderer Leserreporter findet, dass Wohnmobile generell nicht in Wohngebieten, sondern nur auf bestimmten Plätzen parken dürften. „Gerne auch gebührenpflichtig“, meint er, „denn wer sich so ein Luxusteil leisten kann, sollte auch Parkgebühren stemmen können. Allseits ist die Rede davon, den Stadtraum den Bürgern wiederzugeben. Diese großen Kolosse bewirken genau das Gegenteil!“
Ein Kölner schildert das Problem in Porz-Westhoven: „Zusätzlich zu den Wohnmobilen werden hier auch noch Anhänger und Transporter monatelang geparkt. Und hier gibt es einen ‚tollen neuen Trick‘: Wenn man mit dem Wohnmobil wegfährt, blockiert man den Parkplatz mit dem zweiten Wagen.“ Patrick U. schreibt: „Wir haben hier in Deutz/Poll das gleiche Problem mit den Wohnmobilen, aber auch Anhängern, Taxen und Schrottautos. Ich wohne hier schon seit elf Jahren und es wird immer schlimmer.“
Dass nicht nur Wohnmobile Parkplätze blockieren, kennt auch ein Leserreporter aus dem nahen Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis): „Hier stellen Autohändler Pkws auch wochenlang in Wohngebieten ab. Dazu gehören auch Autoanhänger, die stellenweise auch halb auf dem Bürgersteig stehen, und Klein-Lkw. Ich würde mal sagen, dass es Zeit wird, die Gesetze mal zu überarbeiten.“
Ein weiterer Leser aus Köln-Buchheim kennt das Problem mit Handwerkerfahrzeugen. „Es ist ja schön, wenn man mit seinem Dienstfahrzeug an seiner Wohnung parken möchte. Nur leider sind diese Fahrzeuge (Kastenwagen, Pritschenwagen) so groß, dass sie meist zwei bis drei normale PKW‑Parkplätze einnehmen“, bemängelt er.
Kölner Wohnmobil-Besitzer mit Vorschlag zu Parkmöglichkeiten
Hans-Peter S. hat selbst ein Wohnmobil, das auf dem ADAC-Gelände in Hürth steht. Er verstehe die Beschwerden von Anwohnenden durchaus, erklärt er: „Allein in Klettenberg – Petersbergstraße, zwischen Gürtel und Klettenbergpark – findet man relativ schnell bis zu zehn Wohnmobile.“ Dann gibt es von ihm ein großes aber: „Es finden sich auch genug Zweit-Pkw, die oftmals mehrere Wochen nicht bewegt werden – sicher auch nicht ganz optimal.“
Michael K.: „Ich bin Besitzer eines Reisemobils und habe mich vor dem Kauf um einen Unterstellplatz bemüht. Der ist allerdings außerhalb von Köln, da hier exorbitant teuer. Das Problem schafft die Stadtverwaltung doch selbst, Parkraum wird alternativlos gestrichen.“ Sein Vorschlag: „Warum werden nicht alte, leer stehende Werkshallen an Reisemobilisten vermietet?“
Auch Erwin M. fordert: „Warum schafft die Stadt keine Abstellplätze für Wohnmobile gegen Gebühr?“ Sehr viele seien bereit, dafür zu zahlen. Er wohne in Flittard und sein Wohnmobil stehe in Brauweiler für 80 Euro im Monat. Dabei gäbe es in Köln freie Flächen, die vermietet werden könnten.
„Das Problem ist, dass für Camper und Wohnmobile adäquate Alternativen gestrichen werden. Zum Beispiel waren die Parkflächen am Parkgürtel, Nähe Haltestelle Escherstr. (unterhalb der Linie 13) perfekt für Camper, da sich dort kein Wohngebiet in der Nähe befindet. Leider werden solche Parkmöglichkeiten von der Stadt entfernt und das Problem entsteht dann wieder in den Wohngebieten. Also lieber Parkflächen für Camper außerhalb von Wohngebieten zulassen oder sogar fördern, statt das Problem durch Parkverbote noch größer werden zu lassen“, beklagt ein anderer Leserreporter. (iri)
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