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Kölner GalopprennbahnWir zeigen, was sonst kaum jemand zu sehen bekommt

Reportage von der Kölner Pferderennbahn

Copyright: Costas Belibasakis

Eine Gruppe Reiter und Pferde – ein sogenanntes Lot – trainieren im Morgenlicht auf der Rennbahn in Köln-Weidenpesch.

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Wir durften hinter die Stalltüren von Deutschlands größtem Trainingsstall, der Kölner Galopprennbahn, schauen – und erzählen hier keinen vom Pferd!

Um 6 Uhr ist der Rasen noch nass vom Morgentau. Die Sonne bahnt sich gerade ihren Weg durch die Wolken. Hufe klappern auf Asphalt, Pferde schnauben, Stroh raschelt. Und immer wieder pesen Reiter und Pferde über den Sand. Auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch ist schon zu unchristlicher Uhrzeit Hochbetrieb. EXPRESS ist früh aufgestanden und war dabei.

„Um 4.30 Uhr geht hier der Wecker“, sagt Rennbahn-Chef Philipp Hein beim Rundgang. Pferde seien Frühaufsteher – und brauchen eine Routine. Dann gibt es Frühstück und Kaffee für den Menschen, für die Tiere dürfen es gern ein paar Kilo Hafer sein. Etwa 330 Galopprennpferde stehen in den verschiedenen Stallungen auf dem 55 Hektar großen Gelände der Rennbahn. Sie verteilen sich auf fünf Trainingsställe mit verschiedenen Besitzern bzw. Besitzergemeinschaften. Die Konkurrenz steht also nebenan. „Als würde der BVB direkt neben Bayern München trainieren“, sagt Philipp Hein.

Kölner Galopprennbahn: Hier stehen Millionenwerte

Die Anlage in Köln-Weidenpesch ist der größte Trainingsstall Deutschlands, rund 100 Mitarbeiter kümmern sich hier um das Wohl der Tiere. Jeden Morgen wird bei den Pferden die Temperatur gemessen, um schnellstmöglich auf eventuelle Infekte reagieren zu können. Es ist – obwohl hier energiegeladene Rennpferde stehen – eine ruhige Atmosphäre, die sich (ein wenig kurios) wie eine grüne Oase mitten in eine Wohngegend im nördlichen Köln eingliedert. Hinter den dicht begrünten Waldstücken ragen die Hochhäuser der Friedrich-Karl-Straße empor.

In einer der Boxen in einem Stalltrakt im hinteren Bereich der weitläufigen Anlage beobachtet der achtjährige dunkelbraune Hengst Best Lightning von Trainer Andreas Suborics mit gespitzten Ohren, wer seinen Stall betritt, beschnuppert freundlich die Besucher, lässt sich über die weiche Nase streicheln. Zwei Tage zuvor hat Best Lightning noch 16000 Euro als Zweiter im Ziel in Mailand gewonnen, Ende März ging er in Düsseldorf als Sieger von der Bahn.

Events auf der Rennbahn 2026:

  1. Pfingstmontag, 25. Mai: Benefiz-Renntag der Stiftung „Vereint!“, Veranstaltungsbeginn 13.30 Uhr, Start 1. Rennen: 14 Uhr
  2. Sonntag, 14. Juni: Sparkasse KölnBonn – Union-Rennen
  3. Sonntag, 21. Juni: Fisch- und Genussmarkt
  4. Samstag, 11 Juli: Früh Sommer-Renntag
  5. Samstag, 1. August: Familien-Renntag
  6. 4. und 5. September: Harry Potter Drone Art Show
  7. Freitag, 11. September: After-Work-Renntag
  8. Sonntag, 27. September: Premium -Renntag

Die Pferde, die hier stehen, sind wertvoll: Je nach Rennleistung und Abstammung bewegen sie sich zwischen mittleren fünfstelligen bis zu siebenstelligen Beträgen. Entsprechend werden sie behandelt: Hufschmied, Physiotherapeut, Osteopath und Tierarzt sind regelmäßig vor Ort. EXPRESS hat die vierbeinigen Hochleistungssportler besucht – und sich selbst in den Sattel geschwungen. Zumindest in den einen Galoppers mit Elektroantrieb. Was es zu sehen gab und wie das „E-Ross“ galoppiert – in der Bildergalerie oben.

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