„Niemand kam“Maria Fischer (85) zeigt Schock-Foto – heftige Vorwürfe gegen Kölner Klinik

Eine extrem geschwollene Hand

Das Foto zeigt die extrem geschwollene Hand von Maria Fischer (85) und den „Stern“, der in die Hand geschnitten wurde.

Weil sie Herzrhythmusstörungen hatte, rief Maria Fischer (85) den Krankenwagen. In einer Kölner Klinik erfolgte die Blutabnahme – dann wurde ihre Hand immer dicker.

von Matthias Trzeciak (mt)

Maria Fischer (85) klagte am 1. Juni 2024 über Herzprobleme. Sie rief den Krankenwagen – gegen 18 Uhr wurde die Seniorin mit Herzrhythmusstörungen ins Kölner St. Franziskus-Hospital gebracht.

„In der Notaufnahme wollte man ihr Blut an der linken Hand abnehmen. Aber ohne Erfolg!“, schildert ihre Tochter Angela Bodenheim gegenüber EXPRESS.de im Rückblick die Erstversorgung in der Klinik.

Seniorin (85) erlebt Horror in Kölner Klinik

„Der Arm und die Hand liefen gleich blau an und die Hand schwoll enorm an. Auf Station wurde es noch schlimmer, trotz Kühlung“, ergänzt Angela Bodenheim. „Die Schwestern kontaktierten mehrfach die Chirurgie, da sie selbst nicht tätig werden durften. Aber niemand kam.“

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Nachts sei ihre Mutter dann in die Notaufnahme gebracht worden. „Die Hand wurde ohne Betäubung aufgeschnitten und ausgedrückt“, erzählt Bodenheim. Danach sollen die Beschwerden an der Hand noch schlimmer geworden sein.

Maria Fischer (85) zeigt ihren Arm und ihre dicke Hand.

Maria Fischer (85) zeigt im Krankenhaus ihren linken Arm, der ganz blau angelaufen ist, und die geschwollene Hand.

„Man ließ meine Mutter so bis Dienstag ohne Arzt und Kontrolle liegen. Dienstag wurde ihr ein ‚Stern‘ in den Handrücken geschnitten (siehe Foto oben) und es wurde wieder schlimmer“, ist Bodenheim über den angeblichen Ablauf und die Behandlung im Krankenhaus empört. Ohne Kontrolle der Hand sei sie dann am Mittwoch entlassen worden.

EXPRESS.de konfrontierte am Montagmorgen (10. Juni) das St. Franziskus-Hospital in Ehrenfeld mit den Vorwürfen. Eine Sprecherin der Klinik äußerte sich am Mittwochmittag (12. Juni) zu dem Vorfall.

„Die Bildung von Hämatomen beim Legen von Venenzugängen ist eine Komplikation, die im Behandlungsverlauf auftreten kann, zumal bei einer 85-jährigen Patientin“, so die Kliniksprecherin.

Weiter heißt es: „Die Gabe von blutgerinnungshemmenden Medikamenten, die bei Vorhofflimmern vorsorglich zur Schlaganfall-Prophylaxe gegeben wurden, ist ein Faktor für die starke Einblutung.“

Die Ausräumung des Hämatoms zur Schmerzentlastung sei am Dienstag unter leichter Narkose durchgeführt worden. „In diesem Dämmerschlaf erfolgte im Übrigen auch der Verbandswechsel, um der Patientin Schmerzen zu ersparen“, erklärt die Sprecherin.

Eine Narkose habe es nicht gegeben, widerspricht die Tochter von Maria Fischer vehement. Laut Kliniksprecherin habe die Patientin dann am 5. Juni auf eigenen Wunsch das Krankenhaus verlassen.

Nach Behandlung in Kölner Klinik: Seniorin ist inzwischen wieder zu Hause

Damit war der Horror allerdings noch nicht zu Ende: Die Hand war immer noch dick und die Schmerzen unerträglich. „Wir haben dann das St. Vinzenz-Hospital in Nippes aufgesucht. Dort hieß es, eine OP sei unumgänglich, um Folgeschäden zu verhindern“, so Angela Bodenheim.

Am Montag (10. Juni) gab es dann vorsichtig Entwarnung. „Erst bekam meine Mutter eine Art Gips, dann einen Verband. Viel kühlen und hochlagern – so soll die Schwellung ohne OP weggehen.“

Maria Fischer ist derweil wieder zu Hause. Das St. Franziskus-Hospital hat sich inzwischen nach dem Gesundheitszustand der 85-Jährigen informiert. „Wir wünschen Frau Fischer eine vollständige Genesung und alles Gute“, so die Sprecherin.