Abo

Drei Tage langSchon wieder KVB-Streik – worum geht es eigentlich?

Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot.

Copyright: Oliver Berg/dpa

Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. 

Es kommt knüppeldick für die Menschen in Köln – zwischen Dienstag und Donnerstag (17. bis 19. März) wird bei den Kölner Verkehrs-Betrieben erneut gestreikt.

Schon wieder KVB-Streik! 

Die Kölnerinnen und Kölner bekommen den Protest der Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr aktuell mit voller Wucht zu spüren. Immer wieder mussten sie in den vergangenen Wochen nach Alternativen suchen, um von A nach B zu kommen. Viele haben den Überblick bereits verloren: Worum geht es bei dem Streik am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (17. bis 19. März 2026)?

Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW, zu denen auch die Angestellten der KVB zählen. In den bislang zwei Verhandlungsrunden ist keine Einigung erzielt worden. 

Konkret fordert Verdi NRW folgendes:

  1. Die wöchentliche Arbeitszeit soll von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzt werden.
  2. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden.
  3. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze. Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.

Alternativen für das Angebot der KVB gibt es durch einige Busse privater Subunternehmer, die erfahrungsgemäß trotz des Streiks fahren. Außerdem sind S-Bahnen und Regionalzüge nicht von dem Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr von NRW betroffen und können etwa innerhalb der Großstädte genutzt werden, um ein großes Stück voranzukommen. Der ADAC rät außerdem zu Fahrgemeinschaften und für kurze Strecken zum eigenen Fahrrad oder zu Sharing-Angeboten, etwa Leihrädern oder Elektroscootern. (sku, dpa)

Die Band Korn beim Auftritt auf der Bühne.

Lanxess-Arena

Kracher-Programm 2026: Echte Legenden und neue Stars