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Tiere litten minutenlangProzess um Tierquälerei in Schlachthof bei Köln gestartet

Prozess wegen Tierquälerei in Köln

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Dort beginnt der Prozess gegen vier frühere Schlachthof-Mitarbeiter wegen Tierquälerei. (Archivbild)

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Grausame Tierquälerei: Prozess gegen Schlachter beginnt.

Vor dem Kölner Amtsgericht hat heute (9.30 Uhr) ein Verfahren wegen schwerer Tierquälerei begonnen. Vier frühere Mitarbeiter eines Schlachtbetriebs stehen vor dem Richter. Die Anklage lautet, sie hätten bei der Schlachtung von Rindern, Schafen und Ziegen die Betäubung nicht korrekt durchgeführt und den Tieren so immense Qualen bereitet.

Laut Anklage litten die Kreaturen in vielen Fällen minutenlang Schmerzen. Sie zuckten demnach noch, nachdem ihre Kehlen bereits durchtrennt waren. Den Angeklagten wird vorgeworfen, dem Leid der Tiere teilnahmslos zugesehen und die Betäubung nicht angepasst zu haben.

Tierschützer filmten die Quälerei mit versteckter Kamera

Die Vorfälle in der Schlachterei in Hürth nahe Köln wurden von Aktivisten einer Tierschutz-Organisation aufgedeckt. Diese hatten die entsetzlichen Schlachtungen mit einer versteckten Kamera aufgezeichnet. Als die Videos publik wurden, verfügte das Veterinäramt des Rhein-Erft-Kreises die Schließung des Betriebs.

Erster Prozess-Anlauf wegen Übersetzungs-Panne geplatzt

Ein erster Anlauf für ein Verfahren war bereits im Oktober des Vorjahres geplant. Damals sollte sich ein 32-jähriger Beschuldigter verantworten. Der Prozess wurde jedoch sofort nach dem Verlesen der Anklage unterbrochen. Der Grund ist eine Justiz-Posse: Sein Verteidiger monierte, der Angeklagte habe die Anklagepapiere nicht in bulgarischer Übersetzung bekommen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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