Trotz Corona-Krise Kölner Kult-Theater ist wieder zurück – in reduzierter Form

Scala 2

Arne Hoffmann und Maximilian Wieler (r.) knutschen mit einem Eimer.

Köln – Noch vor wenigen Wochen flossen bittere Tränen im Kölner Scala-Theater. Die Folgen der Corona-Krise zwang die Scala-Chefs Ralf Borgartz und Arne Hoffmann zu harten Maßnahmen und Verlusten.

So musste man sich unteranderem von der Zweitbesetzung des Theaters und den Tänzerinnen trennen. „Es ist furchtbar, wir sind gerade alle ziemlich nah am Wasser gebaut“, sagte Borgartz noch Anfang August im Gespräch mit dem EXPRESS.

Scala-Theater: Umzug ins E-Werk brachte keinen Erfolg

Erst Mitte Juni zog das Scala-Theater in E-Werk um, denn dort durfte man nach Einhaltung der coronabedingten Auflagen wieder spielen. Dieser Schritt lohnte sich wirtschaftlich jedoch nicht.

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„Wir kämpfen weiter, und wir werden weiter machen“, erklärte Ralf Borgartz vor zwei Monaten voller Kampfgeist – und er sollte recht behalten.

In der vergangenen Woche spielte das Scala-Theater endlich wieder eine Premiere. Zurück in ihren eigenen Räumen am Hohenzollernring, führen sie das Stück „Drei Prumme för Pitter“ auf. Geschrieben wurde es von Ralf Borgartz.

Scala-Theater: Neues Theaterstück in reduzierter Fassung

Stattfinden wird das Ganze in reduzierter Fassung. So sei nicht nur das Ensemble kleiner, sondern auch die Eintrittspreise niedriger.

„Drei Prumme för Pitter“ soll bis Silvester 41 Mal gezeigt werden. Gespielt wird das Stück von nur sechs Darstellern. Neben Borgartz und Hoffmann sind das: Sophie Russel, Kirstin Hesse, Barbara Nöske und Maximilian Wieler. Co-Regisseur ist Malte Fuhrer.

Zur Vorstellung zugelassen sind rund 150 Personen, über hundert Besucher weniger als im Normalfall. Alle Hygieneauflagen und Abstandsregeln werden eingehalten.

Scala-Theater: Premiere ein voller Erfolg

Bei der Premiere ist das Theater voll, zumindest so voll, wie es eben sein darf. „Die Resonanz war super. Auch die Reaktionen auf das neue Konzept waren toll“, sagt Borgartz nach der Premiere. Die Tickets seien bis Ende Dezember beinahe ausverkauft.

Ralf Borgartz: „Dennoch muss man auch bedenken, dass wir durch die neuen Bedingungen 11.000 Tickets weniger verkaufen als sonst im gleichen Zeitraum. Es ist also nicht alles perfekt, aber wir sind unseren Besuchern sehr dankbar, dass sie so viel Vertrauen in uns setzen und unser Stück so gut besuchen.“

Scala-Theater: Tickets bis Ende Dezember fast ausverkauft

In dem eher „trashigen“ Stück geht es um den Chef der KVB-Leitstelle Pitter Flappmann. Der lebensfrohe Flappmann hat gleich drei Liebschaften auf einmal und damit die sich nicht begegnen, sind all seine Erfahrungen im Erstellen von Zeitplänen von Nöten.

Das Stück wird immer Donnerstag, Freitag und Samstag (je 19.30 Uhr) sowie Sonntag (17.30 Uhr) gespielt. Karten kosten 27 bis 45 Euro. (kiba)

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