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+++ EILMELDUNG +++ Dutzende Tote in Schweizer Luxus-Skiort Champagner floss „in Strömen“, dann brach die Hölle los

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Update

Dutzende Tote in Schweizer Luxus-SkiortChampagner floss „in Strömen“, dann brach die Hölle los

Aktualisiert

Tragödie im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana. Mehrere Menschen kamen bei ums Leben.

Sie wollten das neue Jahr fröhlich begrüßen – jetzt herrscht Trauer und Fassungslosigkeit im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana im Kanton Wallis.

Wie die Polizei am frühen Neujahrsmorgen mitteilte, sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei spricht von einem „schwerwiegenden Vorfall“ und zahlreichen Betroffenen.

Hohe Opferbilanz von „etwa 40 Toten und 100 Verletzten“

Die Regionalzeitung „Le Nouvelliste“ berichtet unter Berufung auf mehrere Quellen von einer hohen Opferbilanz von „etwa 40 Toten und 100 Verletzten“. Weitere Personen seien zum Teil schwer verletzt worden, teilte ein Sprecher der Kantonspolizei der Nachrichtenagentur AFP mit. Er sprach von einer „Explosion unbekannter Ursache“.

Auf einer Pressekonferenz erklärte die Walliser Generalstaatsanwältin am Vormittag, dass es noch früh sei, um Genaueres über die Brandursache zu sagen. Eine Explosion habe es aber primär nicht gegeben. Es handele sich auch nicht um Terror. „Ein Anschlag kann absolut ausgeschlossen werden“, betonte Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud ausdrücklich.

Das Feuer sei um 1.30 Uhr in der bei Touristen beliebten Bar „Le Constellation“ ausgebrochen, berichtete die Zeitung „Blick“. Auf von Schweizer Medien verbreiteten Bildern waren ein brennendes Gebäude, Rettungskräfte und in der Dunkelheit der Nacht schreiende und fliehende Menschen zu sehen.

Nach Informationen des „Blick“ soll es in der Nacht viel Feuerwerk gegeben haben – obwohl diese verboten waren. „Dann gab es irgendwann eine sehr laute Explosion. Danach habe ich mehrere Krankenwagen gehört“, zitiert „Blick“ einen Touristen aus London.

Zeugen berichten von dramatischen Szenen

Ein junger Mann berichtet in der größten französischsprachigen Zeitung „24 Heures“, dass Feuerwerkskörper, die auf im Nachtclub bestellte Flaschen angebracht waren, einen Brand an der Decke ausgelöst hätten. Das deckt sich mit weiteren Zeugenaussagen. Das Feuer habe sich daraufhin sehr schnell entzündet und Panik ausgelöst.

Die Menschen hätten fassungslos auf der Straße gestanden, berichtet die Zeitung weiter. Eine Anwohnerin sagte „24 heures“, als sich das Unglück ereignet habe, seien die Silvester-Feierlichkeiten in Crans-Montana „in vollem Gange“ gewesen, der Champagner sei „in Strömen geflossen“.

Nach Ausbruch des Feuers sei die sorglose Stimmung in Crans-Montana verflogen und Menschen hätten sich auf den Straßen versammelt. „Wir konnten in der Ferne die Sirenen hören“, schilderte die Anwohnerin. „Die Menschen um mich herum waren fassungslos, besorgt, still.“

Tragödie in Crans-Montana: Überflugverbot verhängt, Kliniken ausgelastet

Der Einsatz dauerte nach Polizeiangaben am Vormittag noch an. Über dem Ort wurde ein Überflugverbot verhängt. Augenzeugen in Genf berichteten, dass am Universitätsspital alle paar Minuten Nothubschrauber landeten. Der Skiort ist Luftlinie gut 100 Kilometer entfernt.

Wie auf der Pressekonferenz ebenfalls mitgeteilt wurde, sind die Kapazitäten der Krankenhäuser im Wallis ausgelastet. Patienten und Patientinnen seien auch in andere Kliniken gebracht worden, speziell in Universitätskliniken.

Im Nobel-Skiort Crans-Montana sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Im Nobel-Skiort Crans-Montana sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, Menschen seien mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich mehr als hundert Menschen in dem Lokal auf, wie die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA unter Berufung auf den Polizeisprecher berichtete. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie mehrere Hubschrauber waren demnach am Unglücksort im Einsatz. Für Angehörige wurde eine Notrufnummer eingerichtet. (AFP)