Haben Sie es auch gesehen? Stadion leuchtet blau: Köln feiert historische Entscheidung

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Das Rhein-Energie-Stadion leuchtete am Mittwochabend (17. Februar) blau.

Köln – Dass die Allianz-Arena in München in futuristischem Stil ihre Farbe zwischen blau und rot wechseln kann, kennen wir ja noch aus den alten Zeiten, als sich der FC Bayern und 1860 München das Stadion teilten. Oder von Spielen der deutschen Nationalmannschaft, dann war das Stadion weiß. Aber das Kölner Rhein-Energie-Stadion in blau? Das ist neu.

  • Rhein-Energie-Stadion in Köln leuchtete blau
  • Ungewohnte Farben bereits aus der Ferne zu sehen
  • Stadt Köln feiert zukunftsweisende Entscheidung

Rhein-Energie-Stadion in blau: Köln feiert historische Entscheidung

Schon aus der Ferne war das Schauspiel am Mittwochabend (17. Februar) gut zu erkennen: Die Leuchten am Stadion (die z.B. im Dezember als XXL-Kerzen am Adventskranz genutzt werden) waren komplett in blau gehüllt. Ein ungewohnter Anblick, gilt in Köln doch – sowohl bei der Stadt als auch dem ansässigen Fußball-Verein – die Farbgebung rot-weiß.

Was also hatte es mit dem seltenen Schauspiel auf sich? Ganz einfach: Die Stadt feierte mit dem Farbsymbol eine zukunftsweisende Entscheidung für die Wirtschaft, nämlich den anstehenden Umbau der Ford-Werke in Niehl.

Ford und Köln: Traditions-Partnerschaft wird neu belebt

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Es ist der Beginn eines neuen, zukunftsweisenden Kapitels in der fast 100-jährigen Geschichte, die Ford und Köln verbindet. Wir werden in Köln gemeinsam mit Ford die Zukunft der Mobilität gestalten.”

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Den Kölner Ford-Werken, hier ein Foto aus dem Dezember 2020, steht dank einer XXL-Investition des Autobauers ein großer Umbau bevor.

Am Mittwoch hatte Ford in einer großen Pressekonferenz bekanntgegeben, sein Auto-Angebot in Europa bis zum Jahr 2030 komplett auf Elektroantrieb umstellen zu wollen. Dafür soll nun das Kölner Werk in Niehl umgebaut werden. Kostenpunkt: gut eine Milliarde US-Dollar (etwa 830 Mio. Euro).

Ford-Werk in Köln soll europäischen Zentrum für Elektromobilität werden

Das Werk in Köln soll demnach zum europäischen „Zentrum für Elektromobilität“ werden. Nie zuvor hat der Konzern an seinem Europa-Hauptsitz in Köln so viel Geld investiert. Eine tolle Meldung für die Kölner Wirtschaft, Ford ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt und historisch in Köln verankert.

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Henry Ford persönlich legt am 2. Oktober 1930 den Grundstein für die Kölner Ford-Werke.

Am 28. Oktober 1929 unterzeichnete der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer den Vertrag über den Bau des Ford-Werkes auf dem gut 170.000 Quadratmeter großen Gelände in Köln-Niehl. Preis: etwa zwölf Mio. Reichsmark. Ab 1931 liefen die ersten Autos vom Band, unter anderem der „Ford Köln” oder der „Ford Rheinland”.

Ford in Köln: Etwa 17,5 Mio. Fahrzeuge am Standort gebaut

Seitdem sind rund 17,5 Millionen Fahrzeuge von 19 unterschiedliche Baureihen in den Kölner Ford-Werken vom Band gelaufen, eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.

Mit der neuen, wegweisenden Entscheidung für die Produktion von E-Autos erhält die Traditions-Verbindung von Köln und Ford ein neues großes Kapitel. Grund genug für eine „leuchtende” Aktion am Stadion in Köln-Müngersdorf. (tw)

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