Gemischte Reaktionen im Netz REWE setzt klares Zeichen gegen Hass-Kunden

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Mit einer Flaggenaktion machte die Kölner Supermarktkette REWE kürzlich auf sich aufmerksam. Das Symbolbild stammt aus Frankfurt am Main aus dem Jahr 2010.

Köln – Eine aussagekräftige Aktion der Kölner Supermarktkette REWE beschäftigt derzeit die Twitter-Community.

Auf einem Foto zu sehen ist eine REWE-Filiale, vor der, wie gewohnt, einige Flaggen gehisst wurden. Doch eine sticht dabei besonders heraus.

REWE hisst Regenbogenflagge: Twitter reagiert prompt

Zwischen den üblichen Unternehmensflaggen flattert eine große Regenbogenfahne. Sie steht in der LGBTQ-Community für Toleranz und Akzeptanz gegenüber allen Sexualitäten.

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REWE retweetet am Mittwoch (26. August) den kritischen Post einer Nutzerin zu dem Bild und schreibt: „Toleranz und Vielfalt werden bei Rewe gelebt, deshalb sind alle Menschen bei uns willkommen – ganz unabhängig von der sexuellen Orientierung.”

Unter den zahlreichen Kommentaren lassen sich zwei Meinungen zu diesem Thema klar herausstellen. Während die einen die Aktion loben und sich über das Statement des Unternehmens freuen, kritisieren andere sie auch.

„Ich persönlich finde es toll! Ich bin selbst transgender und homosexuell und sowas zu sehen fühlt sich immer toll an, da es meist schwer ist, Respekt von anderen Leuten zu kriegen. Danke für sowas!" postet ein Nutzer.

Kölner Supermarktkette setzt Zeichen: Reaktionen sind gemischt

Ein anderer schreibt jedoch: „Es nervt Leute, die absolut kein Problem damit haben, denen das Theater darum aber zu weit geht.” Damit spielt er auf die Selbstverständlichkeit der Toleranz an.

Die REWE-Group äußert sich auf EXPRESS-Anfrage zu dem Thema. Wo sich die Filiale auf dem Foto befindet, konnte nicht erfasst werden.

Der Hintergrund dieser Aktion sei der verschobene Christopher Street Day (CSD) in Köln gewesen. Das Unternehmen sei jedes Jahr mit einem eigenen Wagen in der Parade mitgefahren, erklärt Pressesprecher Thomas Bonrath.

Regenbogenflagge bei REWE-Filiale hat klaren Hintergrund

Da die Parade jedoch in diesem Jahr Coronabedingt nicht stattfinden konnte und der CSD auf Oktober verschoben wurde, setzte REWE dennoch ein Zeichen.

Deutschlandweit hisste man an den Verwaltungsstandorten die Regenbogenflagge. Einige Filialen zogen ebenfalls mit.

„Das Zeichen sollte insofern unseren Mitarbeitern wie Kunden signalisieren, dass wir ihnen ein Umfeld bieten möchten, das fern von Vorurteilen und Ausgrenzung ist”, so Bonrath.

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