Extreme Veränderung Jetzt steht es fest: So verläuft der Kölner CSD 2020

Neuer Inhalt (6)

Der Kölner CSD wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Das Symbolbild stammt von einer CSD-Parade in Köln im Jahr 2014.

Köln – Der Christopher-Street-Day (CSD) ist nach dem Rosenmontagszug die wohl größte und bunteste Veranstaltung, die Köln zu bieten hat.

In diesem Jahr konnte er aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant rund um den 5. Juli stattfinden. Dass er dann schließlich vom 9. bis 11. Oktober gehen soll, wurde bereits früh bekanntgegeben. Dafür hatte es von der CSD-Community auch Kritik gegeben.

Jetzt verkündeten die Veranstalter endlich, wie der CSD 2020 ganz Corona-gerecht ablaufen soll.

Kölner CSD im Oktober 2020: Kundgebung und Fahrraddemo

Alles zum Thema Kölnarena

Anstelle der großen Parade wird es am 11. Oktober eine Fahrraddemonstration geben, die in Form einer Sternfahrt von verschiedenen Punkten in Köln starten wird. Sowohl vom Ebertplatz, dem Aachener Weiher, dem Chlodwigplatz als auch der Haltestelle Kalk Post fahren die Demonstranten in Richtung Deutzer Werft. Der genaue Weg werde jedoch nicht bekanntgegeben, um Menschenansammlungen am Wegesrand zu vermeiden.

Zwischen Deutzer Brücke und Severinsbrücke findet dann schließlich eine große Abschlusskundgebung statt. Dort können sich die Demonstranten mit genügend Abstand einfinden, versichert die ColognePride.

Selbstverständlich habe man auch an die Hygieneauflagen gedacht. Während der Aufstellung zur Demonstration sowie während der Kundgebung bestehe Maskenpflicht. Außerdem müssen die Teilnehmer jederzeit den Mindestabstand einhalten.

Kölner Christopher-Street-Day 2020 bringt viele Änderungen

Hugo Winkels, Sprecher des Vereins „KLuST” (Kölner Lesben- und Schwulentag) erwartet eine etwas andere Stimmung als die Jahre zuvor. Doch besonders auf die Kundgebung sei er gespannt: „Dort werden alle wirklich zusammenstehen und zuhören.”

Auch von den oftmals kunterbunten und sehr aufwändigen Kostümen einiger Teilnehmer erwarte er in diesem Jahr etwas weniger. „Ich glaube, die Regenbogenfahnen werden die Demonstration prägen”, vermutet Winkels.

Neben der Fahrraddemo haben sich die Veranstalter auch etwas ganz neues einfallen lassen. An zwei Tagen (9. und 10. Oktober) wird in der Lanxess-Arena die „PRIDE-Now – The Cologne Pride Show” stattfinden.

„The Cologne Pride Show” in der Lanxess-Arena 2020

Als Unterhaltungsshow erwarten die Zuschauer spektakuläre Darbietungen, die jedoch zum größten Teil noch nicht angekündigt werden, sagt Winkels. Doch einen Act verrät er bereits: Die Gruppe „Frontm3n”, bestehend aus den Leadsängern der 70er Jahre-Bands „The Hollies”, „10cc” sowie „The Sweet” geben sich die Ehre.

Wie in den Veranstaltungen zuvor bietet die Lanxess-Arena auch hier eine verminderte Anzahl an Plätzen. Maximal 2.400 Gäste pro Abend können auf den Rängen (fünf Euro Eintritt) oder in abgetrennten Bereichen des Innenraums (zwölf Euro Eintritt) sitzen.

Unter dem diesjährigen Motto „Viele. Gemeinsam. Stark.” ließen sich die Veranstalter weitere neue Aktionen einfallen. So ist es in diesem Jahr möglich, gegen einen Selbstkostenpreis von fünf Euro eine besondere Regenbogenfahne zu erwerben.

Neuer Inhalt (6)

Die neue Regenbogenflagge der Cologne Pride zeigt Solidarisierung mit den „Black Lives Matters”-Protesten.

Zu den üblichen Farben wurden aus Solidarität zu den Black-Lives-matter-Protesten die Farben schwarz und braun hinzugefügt. Die der Europa-Flagge gleichenden Sterne symbolisieren jegliche Lebens- und Liebesformen der LGBTQ-Bewegung, erklärt Winkels.

Kölner CSD: „Wir wünschen uns, dass Köln noch bunter wird”

„Wir wünschen uns, dass diese Fahnen an den Balkonen und Fenstern der Kölner hängen und die so Stadt im Oktober noch bunter wird”, erklärt er.

Auch die übliche Beflaggung der Deutzer Brücke und der Zoobrücke wird wieder stattfinden. Hier besteht die Möglichkeit, eine Fahne mit dem eigenen Namen zu erwerben und diese im Nachhinein zu behalten. Von den Einnahmen dieser Aktionen sollen verschiedene Projekte sowie der CSD finanziert werden.

Mit der diesjährigen Lösung sei Hugo Winkels sehr glücklich, versichert er. „Für die Veranstalter wird es in diesem Jahr wohl nicht so adrenalinreich wie in den letzten Jahren”, vermutet er, „doch alleine die Vorbereitung auf dieses Jahr hat so viel Spaß gemacht, dass wir alle noch enger zusammengewachsen sind.”

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.