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15 Jahre Genuss mit Silo-CharmeÖsterreichische Schmankerl direkt am Rhein

Torsten Schliesing serviert Inhaber Dr. Rudolf von Borries ein Schnitzel.

Copyright: Daniela Decker

Seit 15 Jahren serviert das „Joseph’s“ im Kölner Rheinauhafen süddeutsche und österreichische Spezialitäten. Restaurantleiter Torsten Schliesing (l.) präsentiert Inhaber Dr. Rudolf von Borries den Klassiker, das Wiener Schnitzel.

Das „Joseph’s“ in der Agrippinawerft ist bekannt für seine klassische österreichische und süddeutsche Küche. Jetzt feiern die Betreiber ihr 15-jähriges Bestehen. Immer mit dabei ist ein Dackel.

Ein ehemaliger Getreidespeicher mit wenigen Fenstern und viel Beton. Als Rita von Borries und ihr Geschäftspartner Jürgen Hörmann 2011 zufällig bei einem Sonntagsspaziergang an den offenstehenden Türen des leer stehenden Silos 23 im Rheinauhafen vorbeikamen, erkannten sie das Potenzial.

Die ehemalige Gastronomin aus der Flora und der aus Industrie und Handel kommende Seiteneinsteiger machten aus den denkmalgeschützten Räumlichkeiten einen Ort mit Seele – mit großzügiger Bar, gemütlicher Lounge und üppiger Terrasse zum Rhein.

„Joseph’s“ im Rheinauhafen: Vor allem die große Terrasse zieht alle an

Weltstädtisches Flair trifft auf den rauen Industrie-Charme. An der Decke hängen die Trichter, durch die einmal das Getreide in die Karren floss. „Die Szene-Lokale in New York haben mich inspiriert. Moderne Elemente wären in diesem Gebäude nicht authentisch gewesen. Wir wollten das Wohlfühlgefühl, das wir in New York gespürt haben, hierherbringen“, erinnert sie sich.

Heute, 15 Jahre später, ist das „Joseph’s“ aus der Kölner Gastronomielandschaft nicht mehr wegzudenken. „Wir sind sehr stolz, dass wir ein Lokal entwickelt haben, das in Köln in der oberen Liga mitspielt. Die Mischung aus Kulinarik und Architektur, die wir hier bieten, ist relativ einmalig“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Dr. Rudolf von Borries.

Vor allem die großzügige Terrasse zum Rhein übt eine große Anziehungskraft aus. „Es heißt zwar Kölle am Rhing. Aber so viele Adressen, wo man unmittelbar am Rhein sitzen kann, gibt es nicht. Die Wirkung der Terrasse ist schon enorm.“ Durch Schutzwände und Heizstrahler lässt es sich dort auch noch bei Außentemperaturen von sechs Grad aushalten.

Das „Joseph’s“ war von Anfang an eine gute Adresse für süddeutsche und österreichische Klassiker. Das Original Wiener Schnitzel vom Kalbsrücken, Tafelspitz vom Weiderind, steirisches Backhendl oder Kaiserschmarren sind nicht von der Speisekarte wegzudenken. „Die Karte wird immer nur moderat geändert“, sagt von Borries. „Unter unseren zahlreichen Gästen sind nicht wenige Stammkunden, die schon seit Jahren kommen.“

Außenansicht des Restaurants „Joseph’s“.

Copyright: Daniela Decker

Das „Joseph’s“ im Kölner Rheinauhafen ist in einem ehemaligen Getreidespeicher untergebracht.

Seit sechs Jahren ist Sebastian Ostlender als Küchenchef dafür verantwortlich, die Philosophie des „Joseph’s“ weiterzutragen. Zugleich legt er großen Wert auf ein harmonisches Miteinander zwischen den 23 Beschäftigten. Selbst die Corona-Pandemie hat nicht zu Veränderungen im Service- und Küchen-Team geführt.

Torsten Schliesing, Rita und Rudolf von Borries in ihrem Restaurant.

Copyright: Daniela Decker

Seit 15 Jahren eine feste Größe in der gehobenen Kölner Gastronomie. Torsten Schliesing, Rita und Rudolf von Borries (v.l.) freuen sich über das Jubiläum.

Ins Auge springt beim Besuch der allgegenwärtige Dackel. Ob am Eingang, als Lampenfuß oder auf den Tischsets – nichts geht ohne den Hund. „Wir lieben Österreich. Nur Waldi war uns als Name zu wenig. Joseph klang nach jemandem, der weiß, wie ein Schnitzel zu sein hat. Der Name blieb am Hund hängen, dann am Haus“, sagt Rita von Borries. Auf den Weingläsern hat der aufgedruckte Vierbeiner noch eine Funktion: Die Pfoten markieren die Einfüllhöhe für 0,15 Liter.

Zum Jubiläum hat Partner Sion Kölsch besondere Stangen hergestellt. Darauf zu sehen sind der goldene Dackel als Wahrzeichen und die Zahl 15.

Blick ins Restaurant „Joseph’s“ in Köln.

Copyright: Daniela Decker

Das Restaurant bietet viele gemütliche Ecken, in denen Gruppen ihre Ruhe haben.

Eine Entwicklung hat nicht nur Restaurantleiter Torsten Schliesing in den vergangenen Jahren deutlich registriert: Die Trinkkultur hat sich geändert. Die Gäste konsumieren deutlich weniger Alkohol. Deshalb serviert er vermehrt spannende alkoholfreie Varianten wie den Antilope Cidre aus dem Beaujolais.

„Joseph’s“ im Rheinauhafen: Montag bis Samstag von 18 bis 0 Uhr (Küche bis 22 Uhr). Mittagstisch von Montag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr (Küche bis 14 Uhr). Sonntag Ruhetag.