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„Das ist schon bitter“Kölner Gaststätte am Rhein schließt für immer

Auf einer Tafel an der Gaststätte in Köln-Langel werden Besucher noch herzlich empfangen. Bald schließt die Gastro in Rheinnähe.

Copyright: Matthias Trzeciak

Auf einer Tafel an der Gaststätte in Köln-Langel werden Besucher noch herzlich empfangen. Bald schließt die Gastro in Rheinnähe.

Aktualisiert:

Wieder stirbt eine Traditionsgastronomie in Köln.

Es steht noch auf der Tafel an der Backsteinwand: „Die Aussichten für die nächsten Tage, Essen und Trinken sehr gut!“

Eine letzte Einladung – und irgendwie auch ein Abschied, der wehtut. Denn die Gaststätte „Op D'r Eck“ auf der Cohnenhofstraße in Köln-Langel schließt. Am Dienstag (30. Juni) öffnet sie ein letztes Mal ihre Türen.

Kölner Rhein-Lokal „Op D'r Eck“ schließt für immer

Emil und Merle, die das Lokal in der sechsten Generation geführt haben, schreiben auf Instagram: „Über viele Jahre war unsere Gaststätte ein Ort der Begegnung, des Lachens, der Freundschaft und unzähliger gemeinsamer Erinnerungen.“

Leicht ist es auch für die Stammkundschaft nicht. „Das zu lesen zerbricht einem das Herz. Ein Anker verlässt uns“, kommentiert ein Gast.

Ein anderer erinnert sich: „‚Op d'r Eck‘ bedeutet für mich Kindheit. Pommes holen bei Erich gehörte zum Sommer dazu.“

Der Grund für das Ende: „Das ist schon bitter. In der letzten Zeit lief es einfach nicht mehr. Zu wenig Gäste, kaum jüngeres Publikum. Eine schwierige wirtschaftliche Situation. Dann gab es auch noch Probleme mit der Küche und jetzt wurde die Reißleine gezogen“, erklärt eine Mitarbeiterin am Freitagnachmittag gegenüber EXPRESS.de.

Die Gaststätte „Op D'r Eck“ auf der Cohnenhofstraße in Köln-Langel

Copyright: Matthias Trzeciak

Die Gaststätte „Op D'r Eck“ auf der Cohnenhofstraße in Köln-Langel

Dabei hätte die Lage eigentlich stimmen müssen: Das alte Backsteinhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein, hat einen großen Biergarten. Eigentlich ein toller Anlaufpunkt für Radtouristen.

Ganz anders sieht es in der Gaststätte „Zur Fähre“ aus – die liegt nur wenige Meter entfernt. Dort brummt seit dem Umbau das Geschäft.

Was bleibt, sind die Erinnerungen – und die Dankbarkeit. „Wie schade. Wir danken euch für all die schönen Stunden“, schreibt ein weiterer Gast auf Instagram.

Emil und Merle selbst schließen ihr Abschiedsplakat mit den Worten: „Danke für alles.“ Ein Stück Familiengeschichte geht damit zu Ende. Was aus dem historischen Gebäude nun wird, ist unklar.

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