Der Tod des Kölner Rocker-Bosses gibt Rätsel auf.
Rätselhafter Tod im IranKölner Rocker-Boss Erkan A. gestorben

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Das „No Name“ in Nippes: Hier kam es 2015 zu einer Schießerei (Archivfoto)
Ein Schock für die Rocker-Welt. Erkan A., einst Chef der Hells Angels aus Köln, soll tot sein.
Sein Leben endete anscheinend im Iran. Der 39-Jährige starb unter mysteriösen Umständen, was Freunde und Angehörige in den sozialen Medien zu Trauerbekundungen veranlasst.
Mord-Verdacht: Starb der Rocker-Boss durch Gift?
Offiziell war es ein Herzinfarkt. Ein Polizeibericht aus Karadsch, einer iranischen Metropole, besagt, dass Erkan A. am letzten Sonntag eine medizinische Einrichtung besuchte. Nach einer Behandlung, möglicherweise bei einem Arzt oder Zahnarzt, sei er nur kurze Zeit danach zusammengebrochen und gestorben. Das berichtet „Bild“.
Doch diese offizielle Darstellung wird im nahen Umfeld des Mannes stark angezweifelt. Der Grund ist brisant: Ein Freund, bei dem Erkan A. im Iran untergekommen sein soll, schwebt ebenfalls in Lebensgefahr. Er zeigt Symptome einer Vergiftung, darunter Nierenversagen. Das heizt die Spekulationen an, dass beide gezielt mit Gift attackiert wurden.
Die deutschen Behörden suchten Erkan A. seit Jahren wegen eines Mordvorwurfs. Ende 2015 soll er in Köln an einer Tötung beteiligt gewesen sein.
Der Hintergrund: Nach einem Diebstahl von etwa 8000 Euro aus Spielautomaten in einem Clubhaus der Hells Angels, soll eine Gruppe von Mitgliedern auf Rache aus gewesen sein.
Tödliche Schüsse in einer Bar in Köln
Schauplatz der Tat war die Kölner Bar „No Name“ in Nippes, wo es 2015 zu einer Schießerei kam. Ein 29-jähriger Mann verlor sein Leben, obwohl er Augenzeugen nach um Gnade gebettelt und schützend die Hände vors Gesicht gehalten haben soll, berichtet „t-online“.
Zwei andere Personen erlitten schwere Verletzungen, als sie auf dem Boden lagen. Als einer der Schützen wurde Erkan A. identifiziert.
Im Anschluss an die Bluttat floh er in die Türkei. Dort lebte er über Jahre hinweg weitgehend ungestört und soll von dort aus weitere Gewalttaten in Köln angeordnet haben. Doch seine Lage spitzte sich zu: Ein maskierter Angreifer schoss ihn im Frühling 2025 in einem Istanbuler Lokal nieder und verletzte ihn schwer. Anschließend fand er anscheinend im Iran ein neues Versteck.
Sein letztes bekanntes Lebenszeichen war ein aufsehenerregendes Video aus dem letzten Dezember. In dem Clip verkündete er seinen Übertritt zum rivalisierenden Club der Bandidos und bespuckte seine alte Hells-Angels-Weste – in der Rocker-Welt gilt das als der größtmögliche Verrat.
Jetzt trauern Freunde und Familie öffentlich um ihn. Eine Todesanzeige auf Facebook, die nur einen Tag nach dem angenommenen Tod erschien, enthält die Worte: „Möge Gott dem Verstorbenen gnädig sein“. (red)
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