Das Pullman-Hotel schließt. Für viele ein Schock.
Schock für Kölner KarnevalTraditions-Hotel Pullman macht dicht – was wird aus der Hofburg?

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Das Pullmann-Hotel in der Helenenstraße.
Eine echte Schocknachricht erschüttert Köln – und das nicht nur bei den Karnevalisten und Karnevalistinnen. Die Meldung über das Aus des Pullman-Hotels sorgt für tiefe Bestürzung. Seit mehr als einem halben Jahrhundert zählte es zu den wichtigsten Hoteladressen der Stadt.
Das Kölner Traditionshotel wird Anfang Dezember seinen operativen Betrieb einstellen, da der Pachtvertrag für die Immobilie zum Jahresende ausläuft.
Kölner Hotelmarkt zeigt sich dynamisch
Jürgen Amann, Geschäftsführer von Köln-Tourismus, bewertet die Entwicklung: „Die zentrale Lage, die Beliebtheit bei Gästen und die regelmäßige Einbindung in Karnevalsveranstaltungen unterstreichen seine Wichtigkeit für Köln. Wenn dieses Angebot wegfällt, ist das ein Verlust für den Hotelstandort.“
Am 15. Januar erhielten mehrere Präsidenten von Karnevalsgesellschaften die Hiobsbotschaft per E-Mail. Sie müssen sich nun für die Session 2026/27 ein neues karnevalistisches Zuhause suchen. „Unser Bedauern über diesen Schritt können wir kaum in Worte fassen“, stand in der Mitteilung.
47 Jahre lang diente das Gebäude als Hofburg für das jeweilige Dreigestirn. Auch als Tagungs- und Kongresshotel wird das Pullman fehlen, so Amann: „Das Pullman-Hotel ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Kölner Hotelangebots und spielt besonders im Bereich Mice (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions) und bei Veranstaltungen eine bedeutende Rolle.“
Während die emotionale Seite schwer wiegt, läuft es auf dem gesamten Kölner Hotelmarkt verhältnismäßig gut. Der Markt ist dynamisch und breit aufgestellt: Im Oktober 2025 erfasste das Landesstatistikamt IT-NRW 256 Betriebe und insgesamt 38.663 Betten. „Die Bettenauslastung im Oktober war messebedingt sehr gut und lag bei 54,8 Prozent. Im Jahresschnitt liegt sie über 50 Prozent, was ein sehr guter Wert ist“, erklärt Amann von Köln-Tourismus.
Auch Immobilieninvestoren und -investorinnen zeigen sich mit dem Kölner Hoteljahr 2025 zufrieden. Die Immobilienberater von BNP Paribas führen Köln in ihrem Marktreport als Top-Standort auf: Drei große Transaktionen fanden hier statt – das Motel-One an der Messe, das 25-Hours-Hotel im Gerling-Quartier und das Pullman.
Der schwedische Investor Pandox besitzt in Köln bereits drei Hotelimmobilien mit insgesamt 720 Zimmern: das Radisson Blu Cologne, das Leonardo-Hotel am Flughafen und am Stadtwald. Pandox hatte das Pullman-Hotel im Frühjahr 2025 für rund 66 Millionen Euro von Art-Invest Real Estate erworben.
Was Pandox jetzt mit dem Gebäude an der Helenenstraße plant, ist noch unklar. Es gibt viele Gerüchte (EXPRESS.de berichtete): Seniorenresidenz, Übernahme durch eine andere Hotelkette (etwa Scandic) – alles ist möglich. Pandox-Chefin Liia Nõu sagte anlässlich des Kaufs im vergangenen Jahr: „Das Hotel ist in gutem Zustand und bietet durch Renovierung und Neupositionierung beste Möglichkeiten für ein deutliches Wachstum des Nettobetriebsertrags und des Immobilienwerts.“ (red)
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