Überquellende Mülleimer, liegen gelassene Hähnchenknochen: Das Müllproblem rund um den Hähnchen-Imbiss von „Nhas City Chicken“ auf der Breite Straße sorgt für Ärger.
Platz komplett versifftHühnchen-Nhas: „Es tut mir leid, liebes Köln“

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Müll vom „Nhas City Chicken“ auf dem „Maus“-Platz beim WDR. Das Foto wurde am 4. Oktober aufgenommen. Omar Nhas, Chef des Imbisses, entschuldigt sich.

Seit der Eröffnung von „Nhas City Chicken“ am 18. September reißt der Hype um den Hähnchen-Imbiss nicht ab – und mit ihm wächst der Unmut in der Nachbarschaft.
Anwohner Andreas K. (63), der gegenüber dem Laden auf der Breite Straße wohnt und selbst Eigentümer des Hauses ist, schildert EXPRESS.de, wie sehr ihn die Zustände rund um den Imbiss mittlerweile belasten.
„Nhas City Chicken“: Müllproblem immer schlimmer
„Am ersten Tag ist es schon eskaliert, dann musste nachher die Polizei einschreiten“, erinnert sich der Mann an die chaotische Eröffnung. Was ihn aber am meisten stört, ist der Müll. „Das ist schon erschreckend. Irgendwann kommen noch die Ratten“, sagt er.
Seine Fotos, aufgenommen unter anderem am „Maus“-Platz beim WDR, zeigen die Vermüllung. Verpackungen und Essensreste liegen herum. Ähnlich sei es im Bereich der Oper.
Laut Stadtordnung sind Imbiss-Betriebe dazu verpflichtet, in einem Radius von 50 Metern genügend Mülleimer aufzustellen und den eigenen Müll selbst zu entsorgen.
Der „Maus“-Platz liegt in diesem Radius. Omar Nhas, Chef des Imbisses, entschuldigt sich bereits auf Instagram für das Müll-Aufkommen: „Es tut mir leid, liebes Köln.“ Zudem räumt der 32-Jährige auch selbst auf und animiert Jugendliche ebenfalls, mit anzupacken.
Der Anwohner zweifelt an dem Müll-Konzept von Nhas: „Wie soll das gehen? Das funktioniert hinten und vorne nicht.“
Die AWB bestätigte zuletzt ein erhöhtes Besucheraufkommen, konnte aber auf der Breite Straße selbst bislang keine dauerhaft erhöhte Müllbelastung feststellen – auch dank neuer „Papierkorbgaragen“.
Andreas K. sieht das anders: Die Kundschaft verteile sich eben auf die Nebenstraßen und Plätze. „Es gibt ein paar, die den Müll ordentlich entsorgen, aber die meisten lassen den Unrat einfach stehen. Zudem werden die Hühnchen mit schwarzen Einweghandschuhen gegessen. Auch die fliegen überall herum“, beklagt er. Auch Nachbar Helmut Schmitt vom Restaurant „Schmittchen“ hatte sich bereits beschwert, weil Müll an dessen Tischen liegen bleibe.

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Jede Menge Nhas-Tüten liegen am Sonntag (4. Oktober) neben dem Mülleimer auf dem „Maus“-Platz.
Neben dem Müll macht dem Anwohner der nächtliche Trubel zu schaffen: Am Wochenende habe er bereits aufgemotzte Autos auf der Breite Straße vorfahren sehen. Gäste, die am Wochenende bis 2 Uhr bleiben.
Er befürchtet, dass sich die Lage zu einem „Brüsseler-Platz-Problem“ entwickeln könnte – auch seine Mieter seien nicht begeistert. Das Haus gehört der Familie seit den 1950er-Jahren.
