Im Fokus der Ostermärsche stehen in diesem Jahr die Kriege in der Ukraine und Nahost. Die Friedensaktivisten und -aktivistinnen richten auch Forderungen an die Bundesregierung. In Köln demonstieren mehrere hundert Teilnehmende.
Ostermärsche für den FriedenHunderte auch in Köln unterwegs – Polizei mit Sperrungen

Copyright: Uwe Weiser
Im Zeichen der Friedenstaube (Archivfoto) ist auch in Köln am Karsamstag (4. April 2026) vom Roncalliplatz ein Ostermarsch gestartet.
Aktualisiert:
Demos im Zeichen der Friedenstaube: In zahlreichen Städten sind am Karsamstag (4. April 2026) Menschen zu den traditionellen Ostermärschen auf die Straße gegangen. Auch in Köln.
Nach dem Auftakt gegen 14.30 Uhr auf dem Roncalliplatz verläuft die Demo mit kurzen Zwischenkundgebungen durch die Altstadt bis zum Chlodwigplatz, wo gegen 16.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.
Ostermarsch in Köln: Lage laut Polizei ruhig
Der Kölner Ostermarsch ist Teil des Ostermarsches Rhein-Ruhr unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig! Aufrüstung, Wehrpflicht und Kriege stoppen! Für eine soziale Zeitenwende!“
Angemeldet sind in Köln 1000 Teilnehmende. Wie eine Polizeisprecherin gegenüber EXPRESS.de sagte, seien es aber deutlich weniger. Die Lage ist unauffällig“, erklärte sie. Während der Demo käme es zu kurzfristigen Sperrungen.
Kundgebungen mit Forderungen nach Frieden und Abrüstung finden unter anderem auch in Berlin, München und Leipzig statt. Im Ruhrgebiet startete der dreitägige Ostermarsch von Duisburg nach Dortmund. Das Netzwerk Friedenskooperative erwartete an rund 70 Orten bundesweit mehrere Tausend Teilnehmende.
Der Ostermarsch Rhein-Ruhr unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“ ist traditionell der größte Ostermarsch in Nordrhein-Westfalen. Zum Start kamen in Duisburg laut Polizei bis zum Mittag rund 300 Menschen zusammen. Die Route führt dann weiter über Essen, Wattenscheid und Bochum nach Dortmund, wo der Marsch am Montag endet.

Copyright: Roberto Pfeil/dpa
04.04.2026, Nordrhein-Westfalen, Duisburg: Teilnehmende stehen am Samstag (4. April 2026) am Start des traditionellen Ostermarschs Rhein-Ruhr unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“.
Erste Kundgebungen hatte es schon am Gründonnerstag und Karfreitag gegeben. Bis Ostermontag sind insgesamt rund 100 Märsche geplant. Hauptaktionstag ist allerdings in jedem Jahr der Karsamstag.
„Große Fülle an Krisen“
Veranstalter der Märsche sind Gewerkschaften, linke und christliche Gruppen sowie Friedensgruppen. Die regional organisierten Kundgebungen sind heute deutlich kleiner als zu Hochzeiten der Friedensbewegung in den frühen 1980er Jahren. Zentrale Themen sind in diesem Jahr die Kriege in der Ukraine und in Nahost, wie das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn angekündigt hatte.
Die Friedensbewegung setzt sich für diplomatische Initiativen zur Beendigung von Kriegen, eine Stärkung des Völkerrechts und den Einsatz für die Leidtragenden ein. Von der Bundesregierung wird ein Ende der Aufrüstung und eine Ablehnung der Wehrpflicht gefordert.
„In bald 40 Jahren Ostermarscharbeit habe ich es noch nie erlebt, dass es zu Ostern so eine große Fülle an Krisen auf der Welt gibt“, sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. „Das stimmt mich sehr nachdenklich, aber es zeigt auch, wie wichtig das Engagement für Frieden ist.“ (iri mit dpa)

