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Notwendige BaumaßnahmenKVB-Linie 7 mehrere Wochen lahmgelegt

Eine Straßenbahn der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB).

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Eine Straßenbahn der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB).

Wegen Bauarbeiten an der Deutzer Brücke fährt die KVB-Linie 7 wochenlang nicht. Besonders in Porz ist die Wut groß.

Bauarbeiten an der Deutzer Brücke legen die KVB-Linie 7 lahm. Besonders in Porz kocht die Wut über den geplanten Ersatzverkehr mit Bussen hoch.

In Köln stehen dieses Jahr diverse Bauprojekte der Stadt und der KVB an. Insbesondere die Arbeiten an der Deutzer Brücke haben massive Folgen für die Stadtbahnlinien 1, 7 und 9.

KVB erklärt das Dilemma: Abgeschnitten von der Werkstatt

Für diese wird die Brücke gesperrt, und das im Zeitraum vom 29. Juni bis zum 2. September. Für alle, die aus Porz mit der Linie 7 in die Stadt wollen, bedeutet das: An der Haltestelle „Deutzer Freiheit“ ist Endstation.

Doch es wird noch schlimmer: Zwischen dem 20. Juli und dem 1. September verkehrt die Linie 7 überhaupt nicht. Stattdessen soll ein Ersatzbus mit der Nummer 107 fahren.

Lutz Tempel, der Bezirksbürgermeister von Porz, kann es kaum fassen. „Das bedeutet, dass in den gesamten Sommerferien keine Stadtbahnen in Porz verkehren.“ Tempel ist zudem sauer, weil die Ankündigung so spät erfolgt. „Die Planungen dafür gibt es ja nicht erst seit gestern.“ Er hat aus diesem Grund eine Aktuelle Stunde für die kommende Sitzung der Porzer Bezirksvertretung am Dienstag (23. Juni) beantragt. Dort soll auch die Frage geklärt werden, warum die Strecke zwischen Zündorf und Deutz komplett dichtgemacht wird, obwohl die Bauarbeiten an der Deutzer Brücke stattfinden.

Auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklären die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), dass die Bahnen der Linie 7 während der Brückensperrung keine Chance haben, einen Betriebshof oder eine Werkstatt anzufahren. Der Grund: Auf dem Streckenabschnitt fehlt eine entsprechende Abzweigung.

KVB-Linie 7: Längere Fahrzeiten für Bahnfahrende

Zunächst, in der ersten von drei Bauphasen – den drei Wochen vor den Sommerferien – soll die Linie 7 in einem sogenannten Inselbetrieb fahren. Das bedeutet, die Bahn ist vom übrigen Netz getrennt und pendelt nur noch zwischen den Stopps „Zündorf“ und „Deutzer Freiheit“. „In diesem Zeitraum ist die benötigte Kapazität so groß, dass wir diese mit Ersatzbussen nicht so gut bewältigen könnten“, erläutert ein Sprecher der KVB. Ein solcher Inselbetrieb ohne Werkstattanbindung könne aber nur für eine begrenzte Dauer aufrechterhalten werden.

Der KVB-Sprecher führt aus: „Mit der Zeit vermehrt sich die Anzahl der Fahrzeuge, die in einer Werkstatt behandelt werden müssen, um sie weiter einsetzen zu können“. Eine mobile Wartung könne nicht alle notwendigen Arbeiten an den Fahrzeugen abdecken. Das Resultat wären immer größere Ausfälle im Fahrplan. „Deshalb ist es besser, bei geringerer Nachfrage – hier bedingt durch die Ferien – geplant in den Ersatzbusverkehr zu gehen.“ Dies trete mit der zweiten Phase ab dem 17. Juli ein.

Für Bezirksbürgermeister Tempel ist aber unklar, in welchem Takt die Ersatzbusse fahren sollen. Die KVB antwortet auf Anfrage dieser Zeitung dazu: „Die Ersatzbusse fahren in etwa so, wie die Stadtbahnen gefahren wären.“ Dies sei jedoch stark von der aktuellen Verkehrslage auf den Straßen abhängig. Laut KVB sollen die Fahrpläne „rechtzeitig einzusehen und ausdruckbar sein“. Dort fänden sich dann auch Karten mit den Haltestellen der Busse.

„Da wir die Verkehrslage in Köln kennen, stellt sich auch die Frage nach den Fahrzeiten“, gibt Lutz Tempel zu bedenken. Und die wird sich verlängern, wie die KVB einräumt. Die Busse der Linie 107 benötigen für die rund 17 Kilometer lange Strecke von Neumarkt nach Zündorf ungefähr 47 Minuten. In die umgekehrte Richtung sind es für 16,4 Kilometer circa 45 Minuten. Die Bahn der Linie 7 schafft die Strecke laut Fahrplan in 29 Minuten. Das bedeutet für Pendler eine längere Fahrzeit von 16 bis 18 Minuten, je nach Richtung. (red)

Die Fehlermeldung in der App der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) konnte inzwischen behoben werden. An den Haltestellen funktioniert die Anzeige noch nicht wieder. (Archivfoto)
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