Drogenhölle Neumarkt Hunderte Fälle: So krass hat sich Kölns Google-Karte verändert

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Jeder Pin ein „Ereignis" mit der Drogenszene: So sah die Karte zum Start am 12.August aus.

Köln – Vor knapp zwei Wochen berichtete EXPRESS im Rahmen einer mehrteiligen Serie über die Drogenhölle Neumarkt und über eine neue Google-Karte der Kölner Innenstadt.

Auf dieser dokumentiert die Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt, die sich gegen die Verwahrlosung der City wehrt, anhand anonymisierter Einsendungen sogenannte „Ereignisse" in Zusammenhang mit der Drogenszene vor Ort.

Also etwa offenen Rauschgifthandel auf der Straße, Konsum oder Vermüllung von Hauseingängen oder Tiefgaragen, Angriffe oder aggressive Bettelei von Junkies an Haltestellen.

Als die Karte am 12.August online ging, waren schon 160 Ereignisse auf der Karte zu sehen – per Mausklick auf den Pin öffnet sich der Fall, oft mit Fotos.

Innerhalb von zehn Tagen kamen schon mehr als 200 neue Ereignisse hinzu. Hier eine kleine Auswahl aus den vergangenen Tagen:

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Drogenhölle Neumarkt: Karte zeigt das Ausmaß der Szene

Wie ein Sprecher der Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt berichtet, kämen nun etwa noch täglich etwa zehn weitere Meldungen besorgter Bürger via Homepage an. Die Resonanz sei enorm.

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Polizeieinsatz am Neumarkt.

Dabei zeige sich, dass nicht „nur" der Neumarkt betroffen ist, sondern auch im weiteren Umkreis Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Rauschgiftsüchtigen dokumentiert werden.

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So sieht die Karte jetzt aus: Die Pins mit den „Ereignissen" in der Drogenszene knubbeln sich massiv.

So etwa Drogenkosum am Willy-Millowitsch-Platz an der Breite Straße, an der Kronengasse hinter dem Hotel „Motel One" – oder es gebe einen Rückzugsort von Drogenabhängigen auf der Grünfläche nahe Tel-Aviv-Straße, im Kreisel zur Severinsbrücke.

„Das Ausmaß ist weit höher, als wir uns das vorstellen konnten", so der BI-Sprecher. Bestärkt werden die Veedel-Kümmerer von vielen positiven Reaktionen aus der Nachbarschaft: „Auch wenn es nun Gegenwind und sogar Drohungen gibt – wir lassen uns nicht einschüchtern."

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