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Böse Vorwürfe von Köln-Moderatorin Nach Aus von Standl: Jetzt feuert der WDR zurück

Die frühere Moderatorin der Kölner WDR-Lokalzeit Simone Standl

Bitteres Aus für Simone Standl beim WDR. Der Kölner Sender sieht das Vertrauensverhältnis gestört.

Aus für Simone Standl. Erst verlor die WDR-Moderatorin ihren Job bei der Kölner „Lokalzeit“, jetzt trennte sich der Sender komplett von ihr.

Köln. Bitteres Ende: Der WDR wird nicht mehr mit der früheren Moderation der Kölner „Lokalzeit“, Simone Standl (59), zusammenarbeiten. Das bestätigte der Sender am Freitag, 23. Juli, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. In der „Bild am Sonntag“ hat sie darauf jetzt reagiert.

Nachdem Simone Standl erfahren hatte, dass sie nach 16 Jahren nicht mehr die Kölner „Lokalzeit“ moderieren sollte, hatte sie daran deutliche Kritik geübt: „Natürlich hat jeder Arbeitgeber das Recht, etwas anderes auszuprobieren, aber dann muss man anständig mit den Leuten umgehen. Ich stehe seit 27 Jahren beim WDR vor der Kamera, seit 1998 regelmäßig. Wir sind hier alle tief frustriert, das Klima ist nicht mehr schön.”

Aus für Simone Standl: Abfindung nach WDR-Tarifvertrag

Daraus zog der WDR jetzt Konsequenzen: „Der WDR hat sein Angebot zur Weiterbeschäftigung zurückgezogen, da die öffentlichen Äußerungen der Moderatorin über den WDR das Vertrauensverhältnis schwer gestört haben“, teilte die Pressestelle dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit.

In dem Interview der „Bild am Sonntag“ sagte sie jetzt unter anderem: „Was genau hinter meiner Entlassung steckt, weiß ich bis heute nicht. Da war der WDR recht feige und hat sich in schwammigen Aussagen hin und her gewunden.“

Ihre bittere Abrechnung mit dem WDR: „Ich glaube, dieses krampfhafte Alles-irgendwie-neu-Machen geht auch total am Zuschauerherz vorbei. Die werden gar nicht gefragt. Ich habe aus unserer Chefetage sogar mehrfach den Satz gehört, dass die Alten ja sowieso sterben würden. Diese treuen Zuschauer haben sie ihrer Ansicht nach ,eh im Sack‘, die gehören nicht zu der ,Eroberungs-Zielgruppe‘, wie sie gern genannt wird.“

Simone Standl und der WDR: Ein Ende im Streit

Ihr Fazit im Interview der „Bild am Sonntag“: „Aber ein Sender verprellt seine treuen Zuschauer, wenn er komplett an ihnen vorbei modernisiert. Der WDR entmündigt die alten, treuen Zuschauer und agiert ungeschickt. Das empfinde ich als schade.“

Standls Nachfolgerin bei der „Lokalzeit“ aus Köln ist Sümeyra Kaya. Seit dem 19. Juli ist sie Teil des Moderations-Teams. Abwechselnd mit Julia Kleine und Henning Quanz wird sie für das erfolgreiche Regionalmagazin vor der Kamera stehen. 

Auf Twitter hat der WDR mittlerweile deutlich auf die Kritik von Standl reagiert. „Die Vorwürfe, die sie seit Wochen (...) erhebt, sind Unsinn und schlichtweg falsch”, heißt es dort. Standl wisse sehr wohl den wahren Grund für ihr Ende bei der Lokalzeit. Auf den Grund wird aber nicht näher eingegangen.

Wie geht es jetzt mit Simone Standl weiter? Der WDR betonte, dass die Moderatorin „eine sehr faire Abfindung nach den Regeln des WDR-Tarifvertrages“ bekomme.

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