Brüssel versinkt im Chaos Nach Belgiens WM-Pleite: Schwere Krawalle erschüttern Hauptstadt

Muezzin-Ruf in Köln Vertrag für Ehrenfeld kurz vor Abschluss – folgen bald weitere Moscheen?

Die Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld am 8. Mai 2021.

An der Zentralmoschee in Ehrenfeld könnte ab dem 14. Oktober der Muezzin-Ruf ertönen. Das Foto wurde am 8. Mai 2021 aufgenommen.

Seit dem vergangenen Jahr können muslimische Gemeinden in Köln den Muezzin-Ruf beantragen. In Ehrenfeld könnte er schon bald ertönen. Aber wie steht es um die anderen Moscheen? Ziehen sie bald nach?

An der Kölner Zentralmoschee im Stadtteil Ehrenfeld könnte der Muezzin möglicherweise ab dem 14. Oktober 2022 über Lautsprecher zum Gebet rufen.

Eine Sprecherin der Stadt Köln sagte, es müssten nur noch einige Kleinigkeiten nachgebessert werden, dann könne die Türkisch-Islamische Union Ditib mit der Stadt einen entsprechenden Vertrag schließen. „Die Stadt rechnet damit, dass dies kurzfristig erfolgen kann, sodass aller Voraussicht nach Mitte Oktober der Muezzin rufen könnte.“

Stadt Köln: Werden weitere Moscheen den Muezzin-Ruf auch einführen?

Und die anderen Kölner Moscheen? Wollen sie den Muezzin-Ruf ebenfalls einführen?

Alles zum Thema Ehrenfeld

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, sei dies in „unmittelbarer Zukunft“ nicht geplant.

„Wichtiger als der Muezzin-Ruf ist uns die Akzeptanz unserer Nachbarschaft und in der Gesellschaft“, erklärte Metin Aydin von der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) die Zurückhaltung anderer Moschee-Gemeinden.

Stadt Köln mit klaren Vorgaben für Muezzin-Ruf 

Kommt der Vertrag zwischen der Stadt Köln und Ditib zustande, dürfte der Muezzin einmal die Woche zwischen 12 und 15 Uhr für eine maximale Dauer von fünf Minuten zum Freitagsgebet rufen.

Da es sich um ein Pilotprojekt handele, sei der Vertrag auf zwei Jahre befristet, sagte die Sprecherin. Die Ditib müsse außerdem mit einem Flyer die Anwohnerinnen und Anwohner informieren und eine Ansprechperson benennen.

Köln hatte vor einem Jahr erklärt, dass Moscheegemeinden auf Antrag und unter Auflagen künftig ihre Gläubigen zum Gebet rufen dürften. Die Stadt verweist dabei auf die im Grundgesetz verbriefte Freiheit der Religionsausübung.

Während beispielsweise in Kirchen die Glocken läuteten, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, seien es in den Moscheen die Rufe des Muezzins. (dpa/nb)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.