Der Wohnungsmarkt in Köln ist ein Pulverfass. Bei gleichem Budget wie vor ein paar Jahren kriegt man heute viel weniger Wohnung. Die Zahlen einer neuen Studie sind ein Schock.
Miet-Irrsinn in KölnFür einen Tausender gibt's immer weniger Platz zum Leben

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Wohnraum ist in Köln knapp und entsprechend teuer.
Die Suche nach einer bezahlbaren Bleibe in Köln treibt viele zur Verzweiflung. Wer heute 1000 Euro für die monatliche Kaltmiete auf den Tisch legen kann, erhält dafür spürbar weniger Quadratmeter als noch 2022. Dies geht aus einer neuen Untersuchung des Portals Immowelt hervor.
Für die Domstadt bedeutet das konkret: Die verfügbare Wohnungsgröße für einen Tausender ist seit 2022 von ehemals 83 auf nur noch 74 Quadratmeter zusammengeschrumpft. Ein Minus von neun Quadratmetern, was einem Verlust von etwa elf Prozent entspricht. In anderen Metropolen ist die Lage noch krasser: In der Hauptstadt Berlin büßten Mieter im selben Zeitraum 16 Quadratmeter ein – laut der Analyse von Immowelt so viel wie ein komplettes Zimmer.
Wohnen wird zum Luxusgut für Normalos
Besonders zugespitzt hat sich die Situation in München. Dort gibt es laut der Auswertung für 1000 Euro Kaltmiete im Durchschnitt nur noch winzige 48 Quadratmeter. Eine Bleibe, die für Familien geeignet ist, ist bei einem solchen Budget so gut wie ausgeschlossen.
Immowelt-Geschäftsführer Theo Mseka findet deutliche Worte: „Die Mietentwicklung in den Großstädten ist besorgniserregend“, erklärt er. „Wenn in Berlin für 1000 Euro binnen vier Jahren die Fläche eines Zimmers wegbricht und in München für dasselbe Geld nicht einmal mehr 50 Quadratmeter übrig bleiben, entzieht das Normalverdienern die Lebensgrundlage.“
Die Studie macht aber auch klar: Dieses Problem ist schon lange nicht mehr nur auf die extrem teuren Metropolen begrenzt. In sechzig der insgesamt 80 analysierten Städte ist die erschwingliche Wohnungsgröße seit 2022 um zehn Prozent oder mehr geschrumpft. Besonders heftige Einbußen müssen mehrere Orte im Ruhrpott hinnehmen. In Gelsenkirchen reduzierte sich die für 1000 Euro verfügbare Fläche um 29 Quadratmeter, und in der Stadt Hagen waren es 27.
Immowelt benennt die Auslöser für diesen „perfekten Sturm“ am Markt für Mietwohnungen: extrem hohe Kosten beim Bau, kostspielige Finanzierungen, fehlende Neubauprojekte und ein wachsender Andrang auf bislang günstigere Gegenden. Wegen der angezogenen Zinsen können sich viele Leute kein eigenes Haus mehr leisten und müssen daher auf dem Mietmarkt bleiben. Zugleich flüchten Suchende aus den teuren Städten ins Umland – was dort die Mietpreise explodieren lässt. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
