Irre Summe für eine Haltestelle am Kölner Stadion: Der Umbau könnte bis zu 41,2 Millionen Euro kosten.
Mehr als 40 Millionen EuroUmbau am Kölner Stadion wird richtig teuer

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Die Sonderhaltestelle am Stadion in Köln-Müngersdorf soll aufwendig umgebaut werden.
Der Umbau der Sonderhaltestelle am Rhein-Energie-Stadion könnte bis zu 41,2 Millionen Euro verschlingen. Die Haltestelle in Müngersdorf wird vor allem bei Fußballspielen des 1. FC Köln genutzt und liegt deutlich näher am Stadion als der reguläre Stopp der Linie 1.
Grund für die Maßnahme ist die geplante Einführung neuer, 90 Meter langer Stadtbahnen auf der sogenannten Ost-West-Achse. Dafür müssen alle Bahnsteige entlang der Strecke verlängert werden, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet – auch der Sonderbahnsteig am Stadion.
Wie teuer ist das Projekt im Vergleich?
Extrem teuer. Zum Vergleich: Für die Verlängerung von 17 Bahnsteigen der Linien 4, 13 und 18 sind insgesamt 11,2 Millionen Euro veranschlagt. Das ist nur etwa ein Viertel der Kosten, die für die eine Sonderhaltestelle am Stadion prognostiziert werden.
Wer bezahlt die Umbaukosten?
Laut Stadtbahnvertrag trägt die Stadt Köln 70 Prozent der Kosten, die KVB übernimmt 30 Prozent. Das würde für den ohnehin angespannten städtischen Haushalt eine Belastung von 29,4 Millionen Euro bedeuten. Zum Vergleich: Die Stadionpacht des 1. FC Köln als Erstligist betrug laut Geschäftsbericht der Kölner Sportstätten für 2023 rund 8,5 Millionen Euro.
Warum kostet der Umbau am Stadion so viel Geld?
Das hat mehrere Gründe. Einerseits ist der Platz vor Ort sehr begrenzt, der Bahnsteig muss aber um 48 Meter verlängert werden, um eine Nutzlänge von mindestens 80 Metern für die neuen Langzüge zu erreichen. Andererseits gibt es hohe Sicherheitsanforderungen. Der Bahnsteig ist in zwei Bereiche geteilt, damit Polizisten und Polizistinnen Heim- und Gästefans trennen können, was besonders bei Hochrisikospielen wichtig ist.
Eine einfache Verlängerung der Bahnsteige ist laut KVB nicht machbar. Eine Erweiterung in Richtung Innenstadt würde in ein Landschaftsschutzgebiet eingreifen. Eine Verlängerung in Richtung Junkersdorf würde den Abriss des Park-and-Ride-Parkhauses erfordern.
Was planen Stadt Köln und KVB nun?
Statt einer Verlängerung soll ein zusätzlicher, überdachter Bahnsteig gebaut werden. So könnten zwei Stadtbahnen gleichzeitig halten. Die Bahnsteige sollen versetzt zueinander angeordnet werden, um die Fangruppen besser zu trennen. Das zweigeschossige Technik- und Aufenthaltsgebäude müsste abgerissen und neu errichtet werden, inklusive eines Leitstands und einer neuen Überwachungsbrücke über den Gleisen.
Je nachdem, für welche von drei Zugangsvarianten zum neuen Bahnsteig sich die Politik entscheidet, könnten bis zu 7,5 Millionen Euro eingespart werden.
Wie geht es jetzt weiter?
Der Stadtrat soll am 5. Februar zunächst über die Beauftragung eines externen Planungsbüros für 1,5 Millionen Euro entscheiden. Ein finaler Baubeschluss mit konkreter Kostenschätzung folgt später. Die Bauarbeiten werden nach Schätzungen der KVB frühestens 2029 beginnen (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
