Der 1. FC Köln hatte in den vergangenen Wochen auch ein Problem im Mittelfeld. Einige Spieler haben nicht mehr die Leistung abgerufen, wie zu Beginn der Saison, darunter auch Isak Johannesson.
Mittelfeld-Motor stottertDruck auf FC-Profi: „Nur weil er mal Lieblingsspieler war …“
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Nur drei von 21 möglichen Punkten gab es zuletzt – der 1. FC Köln ist nach starkem Saisonstart im Abstiegskampf aufgewacht.
Die Ergebniskrise hat Gründe: Zahlreiche Spieler liefern nicht mehr das ab, was sie noch zu Saisonbeginn gezeigt haben. Darunter auch Isak Johannesson. Der 22-jährige Isländer war für knapp 5,5 Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf gekommen. Viele waren sich sicher: Aus der 2. Liga war er herausgewachsen, mit dem FC sollte er in der 1. Liga durchstarten.
FC-Coach Kwasniok: Johannesson ist nicht mehr unantastar
Während Johannesson in der Vorbereitung als Laufwunder glänzte und in den ersten Spielen als Mittelfeld-Motor neben Eric Martel gesetzt war, zeigte die Leistungskurve ab November nach unten. FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) sah, dass Johannesson nach der Länderspielpause ein wenig überspielt war.
In Heidenheim war es jetzt die erste Begegnung, in der Johannesson gar nicht zum Einsatz kam. Ob er gegen die Bayern am Mittwoch (14. Januar 2026, 20.30 Uhr, Sky, RTL und Liveticker auf EXPRESS.de) wieder mitmischen wird? Der Mittelfeldmann gibt jedenfalls Rätsel auf.
Trainer Kwasniok erklärte am Dienstag, warum er Joahhesson in Heidenheim komplett draußen ließ: „Das Spiel hat es nicht hergegeben. Wir lagen 1:2 zur Halbzeit hinten und haben uns dazu entschlossen, Kaminski als zweiten Offensiv-Sechs reinzuziehen. Ich habe das systematisch nicht umstellen können, weil wir keine Innenverteidiger mehr haben. Ich wollte aber Kaminski nicht rausnehmen und Said El Mala bringen. Da wird es schon irgendwann dünn mit den Optionen in der Systemanpassung.“
Im Mittelfeld setzte er zunächst lieber auf Tom Krauß und Denis Huseinbasic. Krauß kann nach Kwasnioks Meinung besser abarbeiten. So bekam Johannesson keine Chance, beim 2:2 in Heidenheim einzugreifen.
Generell ist Kwasniok nicht ganz zufrieden mit der Entwicklung von Johannesson: „Insgesamt hat sich die Gesamtperformance von ihm nicht ganz so ergeben, wie ich mir das gewünscht hätte. Ich habe gesagt: Das ist mein Lieblingsspieler aus Düsseldorf, wenn ich das hier so sagen darf. Und er hat im Pokal gleich geliefert und er hat zu Beginn einfach befreiter aufgespielt. Und mit der Zeit kommst du in der Bundesliga an. Und jetzt ist es halt nicht so, dass er komplett unantastbar ist. Zu Beginn war er das, da wollte ich ihm auch Zeit geben.“
Doch die Anlaufphase ist vorbei – Johannesson muss jetzt liefern und sich wieder reinbeißen. Gesetzt ist er jedenfalls nicht mehr. Kwasniok stellt klar: „Jetzt muss er sich mit anderen duellieren. Also ein ganz normaler Prozess, ein ganz normaler Vorgang. Nur weil jemand mal Lieblingsspieler in der zweiten Liga gewesen ist, heißt das noch lange nicht, dass er ein Topspieler in der Bundesliga ist, sondern das ist ein Prozess. Und darin befindet er sich.“
Für Kwasniok ist es auch „relativ normal, dass eben nicht alle durch die Decke gehen, sondern dass es auch mal eine kleine Delle gibt. Und keine Sorge: Ich mag ihn nach wie vor, weil er echt Qualitäten hat.“


