Köln ist die teuerste Stadt für junge Familien. Das hat ein neuer Kostencheck ergeben.
Neuer KostencheckBitter für Eltern: Köln ist Deutschlands teuerste Stadt

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Eine vierköpfige Familie geht am Kölner Rheinufer entlang: Junge Familien zahlen laut einer neuen Erhebung in Köln am meisten für den Alltag.
Eine Kugel Eis am Rheinufer: 2,10 Euro im Schnitt. Der Kita-Bescheid im Briefkasten: 344 Euro im Monat. Und dann noch das Zimmer für den Nachwuchs, das die Miete um rund 197 Euro nach oben treibt. Wer mit seiner Familie in Köln lebt, muss ordentlich blechen – und zahlt durchschnittlich am meisten in ganz Deutschland.
Das ist das Ergebnis eines Kostenchecks der Preisvergleichsplattform „idealo“, die 20 deutsche Städte unter die Lupe genommen hat. Köln ist demnach die teuerste Stadt für Familien im gesamten Vergleich.
Köln: Vor allem Kita-Kosten, Wohnkosten und Zooticket schlagen zu Buche
Sieben Ausgabeposten in vier Kategorien wurden für die Erhebung untersucht: Kitagebühren und Kinderhaarschnitt, Mehrkosten fürs Kinderzimmer, Freizeitausgaben wie Zoobesuch, Sportverein und eine Kugel Eis sowie die Kosten für die erste Babyausstattung. Alle Posten wurden nach ihrem Einfluss aufs Haushaltsbudget gewichtet.
Die Treiber in Köln sind vor allem die laufenden Kosten: 45 Euro kostet etwa das Familienticket für den Zoo – im Vergleich sind nur Hannover und Hamburg teurer, hier kostet das Ticket drei Euro mehr. Eine Mitgliedschaft im Sportverein schlägt mit rund zehn Euro im Monat zu Buche. Nur München (elf Euro) und Hamburg (17 Euro) sind teurer. Im Bundesschnitt kostet eine Mitgliedschaft in einem Sportverein übrigens rund 98 Euro – pro Jahr!
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Beim Kinderzimmer schlägt München alle: Wer dort rund 15 Quadratmeter dazumieten will, zahlt im Schnitt satte 307 Euro pro Monat, also 3684 Euro im Jahr. Das ist fast dreimal so viel wie im günstigsten Vergleichsort Magdeburg mit rund 111 Euro. Auch Köln liegt im oberen, teuren Bereich mit 197 Euro.
Köln: Babyausstattung und Friseurbesuch liegen im mittleren Bereich
Nur die Kosten für den Start ins Familienleben sowie für einen Friseurbesuch liegen in Köln laut Erhebung nicht im oberen, sondern im mittleren Bereich. Für den Kostencheck wurde berechnet, was die Anschaffung der Grundausstattung für Babys im Schnitt kostet. Kombikinderwagen, Babyschale, Wickelkommode, Buggy, Kinderautositz und Windeln: Für die grundlegende Erstausstattung fallen im ersten Babyjahr durchschnittlich rund 2276 Euro an.
Gemessen am verfügbaren Haushaltseinkommen sind das je nach Bundesland sieben bis neun Prozent des Jahreseinkommens. Am geringsten ist die Belastung in Bayern und Baden-Württemberg mit rund sieben Prozent, am höchsten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit rund neun Prozent. In Köln sind es 8,2 Prozent als Anteil am verfügbaren Haushaltseinkommen.
Auch die Kosten für einen Kinderhaarschnitt sind ein starker Indikator dafür, wie hoch das Preisniveau für Familien im Alltag in einer Stadt ist. Die Preisspanne zwischen der günstigsten Stadt Cottbus (rund 15 Euro) und der teuersten Stadt München (rund 24 Euro) beträgt satte 60 Prozent. 20 Euro oder mehr werden unter anderem in Köln, Berlin, Hamburg oder München fällig.
Hier das Ranking im Überblick (in Klammern steht die Gesamtbewertung):
- 1. Kiel (100,0)
- 2. Cottbus (97,4)
- 3. Rostock (72,8)
- 4. Saarbrücken (70,7)
- 5. Nürnberg (64,9)
- 6. Magdeburg (64,1)
- 7. Erfurt (61,1)
- 8. Dortmund (58,6)
- 9. Freiburg (55,7)
- 10. Dresden (50,7)
- 11. Leipzig (50,1)
- 12. Hannover (43,8)
- 13. Berlin (40,7)
- 14. Hamburg (37,9)
- 15. Bremen (34,3)
- 16. Stuttgart (33,2)
- 17. Frankfurt (22,8)
- 18. Mainz (22,1)
- 19. München (11,2)
- 20. Köln (0,0)
Die familienfreundlichste Stadt fürs Portemonnaie ist übrigens Kiel: Hier werden durchschnittlich 116 Euro Kitagebühren, rund 161 Euro fürs Kinderzimmer und gerade mal sieben Euro im Monat für den Sportverein fällig. (mg)

