Wer in Köln ein WG-Zimmer sucht, zahlt im Schnitt so viel wie noch nie – wir zeigen die Zahlen.
Immer teurerWG-Preise in Köln: Wer kann sich das leisten?

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Suche nach WG-Zimmer – auch in Köln werden WG-Zimmer immer teurer.
Kurz vor dem Start ins Wintersemester müssen Kölner Studierende tiefer in die Tasche greifen.
Der durchschnittliche Preis für ein WG-Zimmer liegt in der Domstadt inzwischen bei 640 Euro im Monat.
WG in Köln: 640 Euro im Monat
Damit liegt Köln unter den vier deutschen Millionenstädten an vierter Stelle – knapp hinter Berlin und Hamburg, die beide bei einem sogenannten Median von 650 Euro gleichauf liegen, und deutlich hinter Spitzenreiter München.
Grundlage ist eine aktuelle Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach zogen die WG-Mieten in den vier deutschen Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln zuletzt spürbar an: Vor Beginn des anstehenden Wintersemesters wurden Zimmer in kleineren Wohngemeinschaften dort für durchschnittlich 692 Euro angeboten – 23 Euro mehr als noch ein halbes Jahr zuvor.
Deutschlandweit sieht das Bild dagegen ganz anders aus: Der bundesweite Durchschnittspreis für WG-Zimmer mit zwei bis drei Personen blieb mit 510 Euro fast unverändert (zuvor 512 Euro vor dem Sommersemester 2026). „Der weitgehend stabile Deutschlandwert verdeckt allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Hochschulstandorten“, teilte das Institut mit – Köln ist eines der Beispiele dafür.
Am teuersten ist München: Dort kosten 50 Prozent der WG-Zimmer mehr als 850 Euro im Monat. Am günstigsten kommen Studierende in Trier sowie den ostdeutschen Städten Jena, Magdeburg, Halle und Chemnitz davon – in Chemnitz lag der Median bei nur 305 Euro.
Wie sehr die Miethöhe über die Wahl des Studienorts mitentscheidet, macht Stefan Brauckmann deutlich, Geschäftsführender Direktor des Moses Mendelssohn Instituts: „Für junge Menschen, die zum Studium in eine andere Stadt ziehen, macht es einen erheblichen Unterschied, wo sie studieren. Ob ein WG-Zimmer 400, 500 oder 650 Euro kostet, kann erheblich darüber mitentscheiden, welcher Studienort überhaupt finanzierbar ist.“
Für Köln mit seinem Median von 640 Euro heißt das im Umkehrschluss: Wer hier hinzieht, braucht ein spürbar dickeres finanzielles Polster als noch vor einem halben Jahr.
Das Moses Mendelssohn Institut untersucht seit 2011 die Wohnungsmärkte für Studierende und Auszubildende. In die aktuelle Analyse flossen alle Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studierenden ein, ausgewertet wurden knapp 3900 öffentlich zugängliche WG-Inserate auf der Plattform „wg-gesucht.de“. Nicht berücksichtigt wurden WG-Neugründungen, Tauschangebote, befristete und möblierte Angebote. Bei den genannten Preisen handelt es sich in der Regel um Warmmieten, teils inklusive weiterer Versorgungskosten. (dpa)
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