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Kölsche Legende vor AbschiedEmotionale Würdigung: „Großes Herz“

Pfarrer Franz Meurer (hier auf einem älteren Foto aus dem Pfarrarchiv) schuf auch das bekannte Sommercamp Höviland. Nun geht er in den Ruhestand.

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Pfarrer Franz Meurer (hier auf einem älteren Foto aus dem Pfarrarchiv) initiierte auch das bekannte Sommercamp Höviland. Nun geht er in den Ruhestand.

Kölns Kult-Pastor Franz Meurer geht in den Ruhestand. Kardinal Rainer Woelki würdigt seinen großen Einsatz im Veedel.

Ein ganzes Veedel zieht ehrfürchtig den Hut: Der wohl populärste Kirchenmann der Domstadt beendet seine aktive Laufbahn.

Für das stadtbekannte kölsche Urgestein Franz Meurer läuten am 30. August innerhalb der Kirche St. Theodor die Glocken zur feierlichen Verabschiedungsmesse.

Diesen Meilenstein nimmt Kardinal Rainer Woelki zum Anlass, um in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ persönliche Erinnerungen zu teilen, deren Wurzeln bis weit in frühe Jugendtage reichen.

Schon die Elternhäuser beider Geistlichen waren damals durch ehrenamtliche Arbeit rund um St. Pius (Zollstock) eng verknüpft: Während Woelki gemeinsam mit Meurers leiblichem Bruder die Schulbank der Volksschule drückte, besuchte er später zusammen mit Franz das Mülheimer Gymnasium – dort zählte der spätere Pfarrer stets zu den absoluten Spitzenkräften im Jahrgang.

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Bereits im Heimatviertel bei Bruder Klaus lenkte Meurer über viele Jahre eigenverantwortlich den kirchlichen Jugendbereich und verblüffte mit enormem Planungstalent. Selbst wenn ein Event im vollen Gange war, tüftelte er oft bereits im Zimmer nebenan an künftigen Projekten für seine Gemeinde.

Pfarrer Franz Meurer (Archivbi

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Pfarrer Franz Meurer (Archivbild)

Insbesondere in den rechtsrheinischen Quartieren Vingst sowie Höhenberg prägte der Pastor das Zusammenleben nachhaltig. In herausfordernden Wohnlagen schuf er echte Zukunftschancen: Ob Ausgabestellen für Nahrung, Kleiderdepots, das bekannte Sommercamp Höviland oder ganz pragmatisch der Erwerb von Fahrberechtigungen für Flurförderzeuge. Unvergessen bleibt sein Leitspruch: „Wo es arm ist, darf es nicht ärmlich sein.“ Neben all dieser Tatkraft verlor Meurer jedoch nie sein enormes Fachwissen und seine geistige Brillanz.

„Ein leidenschaftlicher Seelsorger“

Der Kölner Kardinal hob hervor, dass Meurer „ein leidenschaftlicher Seelsorger“ sei, „mit einem großen und weiten Herzen für die Menschen, insbesondere für die Ärmsten und Schwächsten unserer Gesellschaft“. In sogenannten „Problemvierteln“ habe er „etwas von der Barmherzigkeit und Nähe Gottes aufleuchten lassen, mitten in Armut, Perspektivlosigkeit und Ausgrenzung“.

Woelki weiter: „Sein unermüdlicher Einsatz für Kinder, Familien und Benachteiligte – sichtbar in Kleiderkammern, Lebensmittelausgaben, im Ferienprojekt Höviland sowie vielen anderen sozialen und Bildungsprojekten – hat er Menschen eine neue Perspektive für ihr Leben eröffnet.“

Vor dem Ruhestand überwiegt nun tiefe Anerkennung im Erzbistum: Woelki lobte den scheidenden Geistlichen als „einen kritischen Geist, als engagiert, den Menschen zugewandt, gläubig und persönlich fromm.“ Der Kardinal weiter: „Und dafür bin ich ihm dankbar.“ (red)

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