Stina A. liebt Köln. Doch nach einem Horror-Erlebnis, das sie jetzt auf dem Weg zur Arbeit hatte, hat sie Angst.
Kölnerin (52) erlebt Horror„Ich hatte Panik. Der griff ja schon zur nächsten Flasche“

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In der Nähe der Haltestelle Deutzer Freiheit (Archivfoto) wurde die Kölnerin Stina E. (52) am frühen Morgen angegriffen.
Aggressive Belästigungen, wüste Beschimpfungen, Gewalt: Immer wieder kommt es in Köln zu Vorfällen, die fassungslos machen. EXPRESS.de-Leserreporterin Stina E. (52) erzählt jetzt: „Ich hatte wieder so einen Moment, wo ich dachte, ich bin in einen ganz abgefahrenen falschen Film.“
Die Kölnerin wurde von einem Flaschensammler nach Geld gefragt. Als sie höflich ablehnte, eskalierte die Situation.
Kölnerin erlebt Horror auf dem Weg zur Arbeit
Stina E. war gegen 5.40 Uhr auf der Siegburger Straße unterwegs. Sie war auf dem Weg zur Arbeit und wollte an der Deutzer Freiheit die Bahn erwischen. „Zufällig fiel mir der Flaschensammler auf, der mich dann prompt höflich fragte, ob ich Geld hätte. Auf meine ebenso höfliche Verneinung reagierte er echt sauer“, schildert sie.
Der Mann habe sie sofort angeschrien, sie als blöde F... beschimpft – dann sei auch schon eine Flasche geflogen! Einen Augenblick später zerschellte diese nur wenige Meter von Stina E. entfernt mit einem lauten Knall an einem Straßenschild.
„Die Scherben flogen durch die Gegend. Gott sei Dank habe ich keinen Splitter abbekommen. Aber ich hatte Panik, auch, dass der hinter mir herkommt. Der griff ja schon zur nächsten Flasche“, erklärt die 52-Jährige.
Für einen Moment sei sie wie gelähmt gewesen. Stina E.: „Ich konnte gar nicht rennen, meine Beine fühlten sich wie Watte an.“ Sie habe versucht, ruhig zu bleiben. „Ich wollte ihn nicht provozieren. Das Einzige, was ich gedacht habe: Ich muss in die Bahn kommen, weil ich dann in Sicherheit bin.“
„Steigende Aggressivität beginnt mir Angst zu machen“
Die 52-Jährige sagt im Gespräch mit EXPRESS.de: „Ich verstehe, wenn jemand mal schlecht gelaunt oder sauer darüber ist, dass er kein Geld erhält. Aber das mit der Flasche, das geht zu weit. Zumal ich bei einem Treffer richtig schwer verletzt hätte werden können.“
Sie wollte einfach nur ihr Ziel erreichen und habe Gewalt ohne Vorwarnung erlebt. „Es kann nicht sein, dass Frauen Nahkampf lernen müssen, um sicher zur Arbeit zu kommen“, beklagt die Kölnerin.
Sie liebe Köln und die lebendige Art der Stadt, stellt sie klar. „Aber die steigende Aggressivität beginnt mir wirklich Angst zu machen. Und das ist das Traurige. Ich bin nicht die einzige und viele Geschichten werden ungehört bleiben“, so Stina A. (iri)
Wie sicher fühlt ihr euch in Köln? Habt ihr auch schon Gewalt und Aggressivität erlebt?
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