3

Großeinsatz in KölnZoll kontrolliert Gastro und bei Konzert der Toten Hosen

Ein Beamter des Zolls verstaut etwas im Kofferraum eines Fahrzeugs.

Copyright: Arton Krasniqi

Kräfte des Kölner Zolls (Archivfoto) waren auch im Rhein-Energie-Stadion beim Konzert der Toten Hosen am Freitagabend (17. Juli 2026) im Einsatz und führten Kontrollen durch. 

Aktualisiert:

Der Zoll hat in Köln bei einem Großeinsatz zahlreiche Verdachtsfälle auf Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße aufgedeckt.

Campino heizte den Fans ein – anderen wurde aus ganz anderen Gründen heiß... Beim Konzert der Toten Hosen am Freitagabend (17. Juli) im Rhein-Energie-Stadion gab es Besuch vom Kölner Zoll.

Mit 75 Einsatzkräften hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit gezielt am Abend Gastronomiebetriebe überprüft. Laut einer Mitteilung wurden 17 Gaststätten und Imbisse in Köln sowie im Großraum Bonn und Bergisch Gladbach kontrolliert und dabei 86 Beschäftigte befragt. Ein weiterer Schwerpunkt war die Kontrolle des Sicherheits- und Gastronomiepersonals beim Konzert der Toten Hosen im Kölner Stadion.

Bilanz des Einsatzes: Bei jedem Fünften gibt es erste Hinweise

Wie der Zoll am Samstag (18. Juli) bekannt gab, seien gemeinsam mit dem Ordnungsdienst und der Gewerbeabteilung der Stadt Köln  insgesamt 107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 27 Firmen überprüft worden.

Bei den Kontrollen seien bei jedem fünften Beschäftigten erste Hinweise auf Verstöße festgestellt worden, teilte Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, mit. „Vorrangig geht es um Schwarzarbeit, Sozialleistungsmissbrauch und Mindestlohnunterschreitung“, so Ahland.

Die vorläufige Bilanz des gesamten Einsatzes: Vier Personen wurden ohne die erforderliche Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis angetroffen. Gegen sie und ihre Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. In elf Fällen gab es Hinweise auf Mindestlohnverstöße, in 34 Fällen auf Schwarzarbeit und in vier Fällen auf Sozialleistungsmissbrauch.

Die Befragungen seien aber nur der Einstieg, erklärte Ahland weiter. Erst nach tiefergehenden Prüfungen der Geschäftsunterlagen werde sich der Verdacht bestätigen oder ausräumen lassen. Die Auswertungen dauern an. (red)

Beim WM-Halbfinale wurde auf dem Ebertplatz heftig gefeiert.
Gaucho-Party zu wild
Absage in Köln: „Ernsthafte Sicherheitsbedenken“